Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Viel Rauch um nichts

Konjunkturdaten sind seit dem Finanzschock vor vier Jahren so wechselhaft wie das Wetter im April. Das liegt nicht an der Konjunktur, sondern an den Methoden, die die Daten hervorbringen. Ihr Auf und Ab vermag trotz ihres zweifelhaften Gehalts Börsen zu bewegen. Bisweilen geht die Bewegung in die andere Richtung als die Datenvorgabe dies erwarten lässt. Das war am Freitag der Fall. In Europa stimmt das Konsumklima nicht. Außerdem musste die Herabstufungsklatsche der Ratingagentur Standard & Poor’s für Spanien verarbeitet werden. In den USA ist das Bruttoinlandsprodukt zu schwach, um Arbeitsplätze entstehen zu lassen. Aktien- und Ölnotierungen legten dennoch zu, wobei Aktien dem Öl den Rang abliefen. Finanzjongleure hatten offensichtlich irgendetwas entdeckt, was ihre Investitionslaune hob. Was immer es war, es wird sich bald relativieren. Beim Öl entdeckten sie steigende Verbrauchszahlen in den USA. Obwohl die Überraschung groß war, hielt sich der Aufwärtsdrang der Ölnotierungen in Grenzen. Möglicherweise erfahren wir in Kürze, dass die Zahlen nicht Ausdruck einer steigenden Konsumneigung, sondern der steigenden Exportneigung des Landes sind. Dann sind sie eher bärisch als bullisch zu interpretieren. Einen Heizölverbraucher dürfte an dem Bohai nur interessieren, dass es nicht den Eindruck vermittelt, demnächst einen interessanten Preisrückgang zu gebären.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: USA steigert Ölverbrauch
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Ausfälle von Lieferungen aus Nordsee, Südsudan, Jemen, Kanada, Iran, Brasilien
Asiatische Ölnachfrage wächst
Ölembargo gegen den Iran ab Juli

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Konjunktur unerwartet schwach
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC will Reservekapazitäten steigern
Diplomatie zum iranischen Atomprogramm lebt noch

Unsere Heizölpreise befinden sich in einer Gegenbewegung zum kurzfristigen Abwärtstrend. Das Geschehen spielt sich in einem langfristigen Aufwärtstrend ab. Die Konstellation macht einen stabilen Eindruck. Sie lässt ein wenig Spielraum nach unten. Der liegt bei drei Prozent. Den gleichen Spielraum hat der kurzfristige Aufwärtstrend nach oben. Der langfristige Trend kennt keine obere Beschränkung. Solange die maroden Finanzsysteme politisch gestützt werden, werden die Heizölpreise im skizzierten Muster schwingen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Verbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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