Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Viele Daten, viel Gerede

Die Konjunktur in Europa geht schweren Zeiten entgegen. In den USA hat sie das Tal überwunden. Die Weltkonjunktur wächst munter weiter. So lautet die Prognose heute. Morgen können die Computer der volkswirtschaftlichen Institute andere Aussagen liefern. Gleiches gilt für die Ratingagenturen. Die gefühlte Beliebigkeit der Vorhersagen nimmt zu. Das ist auch die Erklärung für die Gelassenheit der Finanzjongleure zur drohenden Herabstufung der Euroländer durch Standard & Poor’s. An den Börsen war die Meldung bereits gestern kein Ereignis mehr. In Deutschland sind die Auftragseingänge im Oktober stark gestiegen. Das hatten die Volkswirte auch nicht auf dem Schirm. Unabhängig davon wird die Ölnachfrage in Europa sinken. Gleiches gilt für die USA in diesem Jahr. Für 2012 wird eine Steigerung erwartet. Die soll aber geringer ausfallen als die Absenkung in 2011. Die Weltölnachfrage wuchs im letzten Jahr, sie wächst in diesem Jahr und sie wird im nächsten Jahr wachsen. Diese Aussage gilt für die Normalspanne konjunktureller Entwicklung. Sie ist auch ohne die täglich produzierte Flut von Wirtschaftsdaten plausibel. Wenn das Finanzsystem zusammenbricht, liegt eine neue Situation vor. Dann sind die Prognosen definitiv Makulatur. Die Ölpreise würden vermutlich sinken, was sie mittel- und langfristig ohne Zusammenbruch bestimmt nicht schaffen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gute Konjunkturdaten in Europa
Konjunkturaussichten der USA freundlicher
Sanktionen gegen den Iran
OPEC erhöht Nachfrageprognose
Globale Ölnachfrage wächst

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Staatsschulden in den alten Industrienationen
Schwache Nachfrage der reifen Industriegesellschaften
Saudi Arabien zu Erhöhung der Liefermengen bereit
Libyen baut Produktion rasch wieder auf

Unsere Heizölpreise steigen moderat. Sie folgen den Ölnotierungen an den Börsen. Kurzfristig befindet sich Heizöl noch im Abwärtstrend. Dieser ist ein fragiles Gebilde. Mittel- und langfristig gilt der Aufwärtstrend. Etwas Entspannung kommt durch die verbesserte Situation auf dem Rhein. Seine Pegel steigen. Die Frachtraten sinken. Die Lage ist geeignet, leichte Preissteigerungen am Weltmarkt aufzufangen. Wahrscheinlich wird der kurzfristige Abwärtstrend nun seitwärts drehen. Unwahrscheinlich ist, dass er verschärft abwärts zieht. Wer eine nennenswerte Einsparung beim Ölkauf einfahren will, sollte für die Reduzierung des eigenen Verbrauchs sorgen. Bei dieser Maßnahme hier gibt es sogar eine Bonusreduktion auf den Heizölpreis.

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