Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Viele Prognosen, eine Meinung

Die Nachfrage sinkt für zwei aufeinander folgende Jahre, prognostizieren die Experten der IEA (Internationale Energie Agentur). Die Meinung ist Konsens in den relevanten volkswirtschaftlichen Abteilungen des US-Energieministeriums, der OPEC und nun auch der OECD, zu denen die IEA gehört. Eine andere Vorhersage war nicht zu erwarten. Daher reagieren die Ölpreise zwar bärisch aber nicht panisch auf die Veröffentlichung, die die Jahre 2008 und 2009 betrifft. Nachdem die dominante Nachfrageseite nun hinreichend geklärt ist, könnten sich in den kommenden Tagen ein paar bullische Impulse entwickeln. Darum bemühen sich Saudi Arabien und andere OPEC-Mitglieder mit der Anpassung des Angebots. Die Freude über den neuen US-Präsidenten und die an ihn geknüpften Hoffnungen dürften unterstützend wirken. Und schließlich bietet die Charttechnik Potenzial für eine Gegenreaktion auf den Preisverfall. Stark zeigt der sich allerdings nur bei Rohöl der Sorte WTI (West Texas Intermediate). Die anderen Sorten und Produkte folgen eher einem Seitwärtstrend. Diesen sehen wir trotz der zu erwartenden Aufwärtstendenzen in den kommenden Wochen für die Ölpreisbewegung insgesamt als wahrscheinlich an. Der Dollar gab am Freitag nach, was zu dem Bild eines Seitwärtstrends passt. Bei der Währung zeigt er allerdings sehr starke Ausschläge. Die erwarten wir für die Ölpreise nicht.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Saudi Arabien zu weiteren Kürzungen bereit
OPEC Kürzungen
Kalter Winter auf beiden Seiten des Atlantiks
Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Weltweite Nachfrage sinkt
Realisierung der OPEC-Kürzung noch zweifelhaft
Oman kündigt Ausstoßerhöhung an
Globale Rezession
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Tendenziell halten sie eher seitwärts. Eine nennenswerte Veränderung der Entwicklungsrichtung erwarten wir nicht, solange kalte Temperaturen die Lage im Binnenmarkt bestimmen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verlangt dieser Winter deutlich größere Heizölmengen. Ein Verbrauch um 15-20 Liter pro Tag ist für ein 25-30 Jahre altes Haus durchaus normal. Das ergibt einen Monatsverbrauch von 450-600 Liter. Da vielen Verbrauchern diese Tatsache nicht bewusst ist, kommt es immer wieder zu überraschenden Leerstände. Leere Kundentanks und einige leere Tanklager führen dazu, dass Händler nicht die Mengen transportieren können, die in einem gut planbaren Geschäft üblich sind. Die Situation wird sich erst nach deutlich gestiegenen Temperaturen entspannen.

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