Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Vielfältige Risiken und ein guter Trend

Die erwartete technische Reaktion der Börsen auf den Ölpreisverfall in den letzten Wochen greift. Öl wird kurzfristig teurer. Gestern wurden die fundamentalen Geschichten zur Preisbewegung verkündet. Da ist zum einen ein Streik norwegischer Ölarbeiter, der die Verfügbarkeit des vergleichsweise knappen Nordseeöls Brent reduziert. Zum anderen importiert die EU ab Sonntag kein Öl mehr aus dem Iran. Das lange angekündigte Embargo tritt in Kraft. Zu diesen beiden Einflüssen auf den physischen Markt gesellt sich ein psychologisches Momentum. Vor der Haustür Europas entwickeln sich kriegerische Spannungen zwischen Syrien und der Türkei. Alles zusammen treibt europäische Rohölnotierungen stärker auf als amerikanische. Letzte hätten als Folge wetterbedingter Produktionsausfälle im Golf von Mexiko zwar auch einen Grund zu steigen. Die extrem gute Versorgungslage in den USA hält diesen aber flach. Die insgesamt gute globale Versorgungslage und die vielfältigen Sorgen um Weltkonjunktur und Finanzsysteme begrenzen das Aufwärtspotenzial der Ölnotierungen insgesamt. Wir rechnen damit, dass die Abwärtsbewegung nach einer kurzen Pause fortgesetzt wird. Der Trend ist jedenfalls intakt. Das gilt auch für den Dollar, allerdings in umgekehrter Richtung.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Streikbedingte Ausfälle in Norwegen
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Kriegsgefahr zwischen Syrien und der Türkei
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
China importiert so viel Öl wie nie zuvor

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunktursorgen weltweit
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Produktion auf 14-Jahres-Hoch
OPEC produziert über Quote
Hohe Ölbestände weltweit
China importiert Öl aus dem Iran
Schuldenkrise in den alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise steigen. Der Umstand tritt nicht unerwartet ein. Gestern richteten sich Öl- und Dollarnotierungen gegen die Verbraucherinteressen aus. Üblicherweise laufen die Bewegungen konträr. Die eine, in diesen Wochen die Ölpreisbewegung, ist verbraucherfreundlich, die andere bremst die aufkommende Freunde aus. In Summe kam in den letzten Monaten dennoch Zählbares für Verbraucher heraus. Das goutieren sie mit einer Kaufwelle. Die lässt Heizöl regional knapp werden. Knappheit ist grundsätzlich ein Hemmnis für nachgebende Preise. Sie erkennen die Marktlage in Ihrer Region an den Lieferzeiten unserer Angebote. Mehr als zwei Wochen Lieferzeit deutet auf eine angespannte Versorgungssituation hin. Wer das temporäre Risiko, das die oben genannten Argumente für die Preisentwicklung darstellen, nicht scheut, sollte auf eine weitere Abwärtsbewegung spekulieren. Wem die Spekulation zuwider ist, sollte die immer noch freundlichen Preise nun zum Kauf nutzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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