Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Vom Paulus zum Saulus

Es wird keine weiteren Lieferkürzungen geben. 50 Dollar für das Barrel sind ein fairer Preis. So wurde der saudische Ölminister am Montag zitiert. Darauf gingen die Preise runter. Am Dienstag kündigte er höhere Kürzungen an, als sein Land der OPEC zugesagt hatte. Diese sollen ab morgen greifen. Spekulanten nahmen den Ball dankend auf und katapultierten den Preis um fast 5 Prozent in die Höhe. Rohöl kostet nun in New York über 57 Dollar. Es ist für die Marktlage zu teuer. Eine erneute Reaktion nach unter liegt nahe. Aber die gestrige Bewegung bestätigt auch den Aufwärtstrend. Der zeigt sich derzeit sehr stabil. Der Dollar rührt sich hingegen kaum von der Stelle. Devisenhändler warten auf eine Zinsentscheidung der US-Notenbank.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Saudi Arabien kündigt höhere Kurzungen an
Tiefe Temperaturen in den USA
USA und China erhöhen strategische Reserven
US-Nachfrage leicht gestiegen
Iran könnte wegen der UNO-Sanktionen Ölwaffe einsetzen
Instabile Lage in Nigeria und im Irak
Chinas Ölimporte wachsen um 15%
Charttechnik: kurzfristiger Aufwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Iran gibt sich gesprächsbereit im Atomstreit
Wärmeres Wetter in den USA prognostiziert
OPEC produziert mehr statt weniger Öl
Winter bisher ausgefallen
Heizölverkäufe drastisch gesunken
Markt überversorgt

Unsere Heizölpreise reißt es aufwärts. Sie folgen den rasanten Bewegungen am Weltmarkt. Dort springen die Preise außerordentlich stark hin und her. Sie werden von Spekulationen getrieben. Der Aufwärtstrend verfestigt sich trotz der guten Versorgungslage zunehmend. Die Nachfrage im Inland ist gering. Die perfekten Kaufbedingungen sind vorbei. Die Preise sind im längerfristigen Vergleich aber immer noch gut.

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