Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Von wegen Opfer

Deutsche Ölkonsumenten zahlen für Europas Staatsschulden. Das war gestern. Denn gestern schoss der Dollar in die Höhe, weil dem Euro Vertrauen entzogen wird. Da Öl in Dollar abgerechnet wird, erhöht sich sein Importpreis. Die Chancen, dass die Ölnotierungen in den nächsten Tagen nachgeben werden, stehen nicht schlecht. Wenn es so kommt, gibt es keinen Grund, für das kollektive Opfergefühl, das uns die Bildzeitung mit dem Begriff „Zahlmeister Europas“ einzureden versucht. Opfer sind wir ohnehin nicht. Eher sind deutsche Banken Täter, allen vor die Staatsbank Hypo Real Estate. In Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Italien und Großbritannien unterstützt allein diese Bank mit Krediten über 82,6 Mrd. Euro die unverantwortliche Verschuldung zu Gunsten unserer Exportwirtschaft.

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Fester Dollar
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Unsere Heizölpreise legten gestern auf Grund der Dollarstärke zu. Leicht nachgebende Ölnotierungen konnten nicht ausreichend dagegen halten. Das mag sich kurzfristig ändern. Wir gehen davon aus, dass Heizöl noch ein klein wenig nachgeben wird. Insgesamt wird der Seitwärtstrend mit recht hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben. Wer einen ordentlichen Abschwung der Heizölpreise erleben möchte, muss bis zur nächsten richtigen Krise warten. Dabei könnten noch ein paar Jahre ins Land gehen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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