Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Vorräte weiter gering

Mit nervösen Zuckungen stiegen die Preise gestern an. Anlass für einen Handelstag gegen den Trend der letzten Tage gaben die Meldungen über die US-Ölvorräte. Erwartet wurde ein weiterer, wenn auch moderater Aufbau der Rohölvorräte. Die in den letzten Monaten gepumpten großen Mengen müssen schließlich irgendwo in den Tanks zu Tage treten.

Doch das, was die beiden zuständigen amerikanischen Stellen verkündeten, las sich anders. Der Rohölaufbau lag in der letzten Woche deutlich unter 2 Mio. Barrel. Das war selbst für zurückhaltende Erwartungen zu wenig. Heizöl und Diesel blieben mehr oder weniger unverändert. Allerdings gelang es, die Vorräte für Benzin um rund 4 Mio. Barrel zu steigern.

Die Händler reagierten enttäuscht auf die Zahlen. In zwei kräftigen Wellen trieben sie die Preise aufwärts. Gegen Handelsschluss setzte sich dann aber die Meinung durch, dass es so schlecht nun auch nicht sei. Schließlich wurde das eintreffende Rohöl umgehend zu Benzin verarbeitet. Und das brauchen insbesondere die USA in den nächsten Monaten in großer Menge, da die Fahr- und Urlaubssaison begonnen hat. Es ist also ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der US-Raffinerien. Die Summe aller Produkte bildete in der letzten Woche ein Plus von 5,3 bis 6 Mio. Barrel. Am Schluss des Handelstages blieben die Preise für Rohöl und Heizöl aber dennoch über den Werten des Vortags.

Charttechnisch lässt sich die Preisbewegung problemlos in den seit Mitte März vorherrschenden Abwärtstrend einordnen. Der verträgt sogar noch etwas mehr Gegenbewegung, ohne in Frage gestellt zu werden. Allerdings befinden sich die Preise mal wieder in der Region von Widerstandslinien. Chartisten wundeen sich auch nicht, wenn auf diesem Niveau eine neue Suche nach der zukünftigen Richtung beginnt.

Heute Morgen zieht der Preis weiter an. Gasöl kostet etwas mehr als gestern Abend. Mit 219$ pro Tonne ist es sogar deutlich teurer als gestern Morgen.

Unsere Heizölpreise steigen ebenfalls. Sie werden aber in nächster Zeit vermutlich weiter um neue 12-Monats-Tiefs in allen Regionen Deutschlands kämpfen. Insgesamt sind sie derzeit auf einem so guten Niveau, dass sie wieder ohne Abstriche als Kaufpreise angesehen werden können.

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