Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Vorteil für Ölkäufer

Das Leben als Finanzjongleur ist in diesen Tagen öde, zumindest für diejenigen, die ihre Brötchen an der Ölbörse verdienen. Aber selbst an der Aktienbörse ist es schwer, jetzt noch einen Blumentopf zu gewinnen. Gut, der DAX legte in den letzten zwei Wochen bemerkenswert zu. Aber angesichts der uninspirierten Konjunktur mit all ihren Schuldenproblemen wird er sich vermutlich in den Gang des Dow Jones und der Ölnotierungen einordnen. Das heißt Stillstand oder sogar Abgang. Die Finanzszene zieht ihre Flagge auf Halbmast und Ben Bernanke, der Chef der FED, schnürt bereits am nächsten Geldpaket. Offiziell geschieht das natürlich nicht zur Rettung von Finanzinteressen, sondern zur Rettung der US-Wirtschaft, die an der Uneinigkeit von Regierung und Opposition hinsichtlich der Fortschreibung des opulenten Schuldenprogramms leidet. In dieser Lage sieht die spekulative Prognose so aus: Öl- und Aktiennotierungen knicken über ein paar Wochen an der Frustration der Finanzszene und an der schwachen Realwirtschaft ein. Daran wird nicht mal der Aufruhr im Nahen Osten etwas ändern können. In zwei bis drei Monaten gibt es dann frisches Geld. Die Realwirtschaft wird das wenig beeindrucken. Finanzjongleure werden die Schwalbe hingegen als Sommerboten begrüßen und mit ihrem Zirkus Öl- und Aktienkurse für einige Zeit aufwärts trommeln. Und dann beginnt der Zyklus von vorn.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will Atomwaffensperrvertrag kündigen
Explosive Lage im Nahen Osten
China wächst immer noch rasant
Geringe US-Heizölbestände
Geldvermehrung durch Notenbanken

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Fiskalklippe ungelöst
Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran
US-Ölförderung auf 14 Jahreshoch
Ölangebot hoch
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise haben einen richtig guten Lauf. Ihr Abwärtstrend steht wie eine Eins. Den verdanken wir einem starken Euro, oh Wunder bei dem Schuldenchaos, und einer ordentlichen Angebotslage im Inland. Durch die gute Nachfrage ist der Markt zwar belastet aber nicht überfordert. Das sah vor Kurzem noch anders aus. Da war von gewichtigen Engpässen die Rede. Wenn die Ölnotierungen an den Börsen nun auch noch sinken, wird es richtig nett für Verbraucher. Die positive Lage sollte, wenn nichts Extremes im Nahen Osten passiert, über einige Wochen andauern. Wer mit seinem Heizöl auf Reserve steht, ist gut beraten, jetzt bereits zu ordern, damit er nicht in Schwierigkeiten kommt. Die Preise sind schon in der besseren Hälfte unserer Erwartungen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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