Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Wahnsinn kennt keine Grenzen

Ölpreise sind in diesen Wochen eine Angelegenheit der Politik, wenn man Zentralbanken mal als „unabhängigen“ Teil derselben ansieht. Vermutlich weiß sie, die Politik, das nicht einmal. Den Beginn machte Ende Juni die Lockerung der Bedingungen für Hilfsgelder aus den europäischen Rettungsschirmen. Das bisherige Ende in dieser Sache markiert ein Brandinterview von Jean-Claude Juncker, der Tempo einfordert und die nächste entscheidende Phase beschwört. Entscheidende Phasen gab es seit Bekanntwerden der Euro-Probleme zuhauf. Ultimative Rettungen wurden ebenfalls mehrfach geleistet. Gebracht hat es nichts. Ein Außenstehender erkennt nüchtern, dass das völlig verkorkste Projekt mit Konstruktionsfehlern, Bilanzfälschungen und Vertragsbrüchen niemals das bringen kann, was seine Urheber von ihm erwarteten, Vertrauen. Das Vertrauen leidet mit jedem Tag, den das Desaster andauert. Der europäische Gedanke wird am Ende daniederliegen. Die im Hamsterrad agierenden Protagonisten erkennen das nicht. Sie wollen nicht wahr haben, dass die Lage durch noch mehr schlechtes Geld keine bessere wird, zumindest nicht für die Menschen der Eurozone. Besser wird sie nur für die Banken. Deshalb drängen sie auf Hilfsgelder. Gleiches geschieht in den USA. Dort gibt es zwar keinen zu rettenden Dollar aber eine zu rettende Konjunktur. Natürlich muss die in Europa auch noch gerettet werden. Derzeit können die Geldflüsterer auf diese Karte allerdings verzichten, weil der Euro genügend Adrenalin bei Juncker und seinen Mitstreitern freisetzt. Was ist nun die Tagesessenz des Unfugs? Aktien- und Ölnotierungen befinden sich im Aufwärtstrend obwohl die Konjunktur nach Aussage der Finanzindustrie zu schwach und die Ölmärkte zu gut versorgt sind.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Stützungsaktionen von Politik und Notenbanken erwartet
Zu viele Ölkäufer in Europa
Irans Öllieferungen werden boykottiert
Krieg in Syrien destabilisiert Nahen Osten
OPEC-Produktion sinkt
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran findet Wege, den Boykott zu lockern
Schwache Konjunkturaussichten
Schuldenkrise in Europa
OPEC produziert noch über Quote
Hohe Ölbestände weltweit (noch)
China importiert Öl aus dem Iran

Unsere Heizölpreise steigen langsam wieder an. Solange die Chance auf Hilfsgelder für die Banken virulent ist, wird sich das kaum ändern. Mit der nächsten Ausschüttung sollte das alte Jahreshoch bei den Rohölpreisen erreicht und bei den Heizölpreisen überschritten werden. Dann wird die Sorge vor einem Konjunkturabriss langsam die Oberhand gewinnen. Damit können die Preise wieder sinken. Alternative zu diesem dummen Szenario wäre eine neue Geldpolitik. Die könnte die Ölpreise erheblich drücken. Aber auch dann bliebe folgender Satz bestehen: Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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