Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Warten Sie auch auf günstigere Preise?

Am Freitag gaben die Heizölpreise auf internationaler Bühne den zweiten Tag in Folge nach. Rohöl hielt sich auf hohem Niveau. Insgesamt verbuchten alle Ölnotierungen in der vergangenen Woche aber wieder deutliche Preissteigerungen. Der Dollar wurde gegen seinen längerfristigen Trend ebenfalls teurer.

Dass Heizöl auf dem Weltmarkt sein altes Preishoch vom Oktober vergangenen Jahres nicht nennenswert überschreiten konnte, ist vermutlich dem auslaufenden Winter zu verdanken. Rohöl schaffte dagegen sehr wohl ein neues Hoch. Allen voran der OPEC-Korb aus sieben verschiedenen Ölsorten kletterte um deutliche 5$ pro Barrel über den alten Höchstwert auf 51,76$. Nordseeöl Brent überstieg den früheren Rekord mit 4$ pro Barrel auf 56$. Texasöl WTI kletterte ?lediglich? um 2$ je Barrel über den Herbstwert auf 57,60$.

Angesichts der hohen Preise zeigte sich die OPEC willig für eine Quotenerhöhung. Eine Veränderung der Lage wird es allerdings nur auf dem Papier geben. Die aktuelle Überproduktion wird kleiner. Mehr Öl wird es in Ermangelung freier Kapazitäten nicht geben. Kurzfristig braucht es dass auch nicht, denn Angebot und Nachfrage sind ausgeglichen. Dass die Preise dennoch so vehement aufwärts streben, liegt an den Zukunftserwartungen.

Man geht fest davon aus, dass die Nachfrage unablässig steigt. Einziger Hinderungsgrund wäre eine Abkühlung der Weltwirtschaft. Diese Möglichkeit wird z.Z. aber nicht ernsthaft erwogenen.

Hinsichtlich der Versorgungszusammenhänge läuft die teuerste Fehlentwicklung in China. Das Land baut den Wirtschaftsboom auf Diesel auf. Sowohl im Straßenverkehr als auch in der Stromproduktion werden Mengen gefordert, die die weltweite Diesel- und Heizölproduktion an die Grenzen des Möglichen führt. Daher ist trotz des auslaufenden Winters kaum mit einer anhaltenden Veränderung der Heizölpreise zu Gunsten der Verbraucher zu rechnen. Seinen Ausdruck findet die Situation u.a. an deutschen Tankstellen, wo Diesel mittlerweile fast so teuer ist wie Normalbenzin. Im Einkauf übersteigt der Dieselpreis den von Benzin bereits um 25%. Diesel und Heizöl ziehen die Rohölpreise mit nach oben.

Aus geopolitischen Umständen erhielten die Rohölpreise das letzte Mal während des Irakkriegs vor zwei Jahren einen beachtenswerten Abschlag um satte 32%. Damals bestand die Hoffnung, dass der Irak zukünftig große Menge billigen Öls auf den Weltmarkt bringt. Die Welt wurde eines Besseren belehrt. Nun glaubt niemand mehr daran, dass die Bush-Politik ein Segen für die Ölpreisentwicklung sein könnte. Das Gegenteil wird auf absehbare Zeit der Fall sein.

Investmentfonds sind bullisch wie selten. Zwar ist der Überschuss an Positionen auf steigende Kurse in der letzten Woche etwas geringer gewesen als in der Vorwoche. Aber das Niveau ist immer noch das dritthöchste der letzten 12 Monate.

Charttechnisch sieht der Aufwärtstrend nahezu perfekt aus. Die Überhitzung hält sich in Grenzen. Mit Sicherheit wird diese in den kommenden Wochen abgebaut werden. Dem könnte allerdings ein Preisanstieg vorangehen, der den kommenden Rückgang über dem aktuellen Niveau hält.

Der letzte Preisrückschlag im November und Dezember kam ohne Bush und ohne die OPEC, ohne neue Förderungen und ohne neue Raffinerien zustande. Er war im Wesentlichen eine Reaktion auf den vorausgegangenen Preisanstieg. Der damals warme Winter begünstigte ihn. Gebracht hatte er eine Erleichterung von 27% für Rohöl. Mehr als diese Zahl sollten Verbraucher auf keinen Fall für einen zukünftigen Rückschlag erwarten. Die vorangegangene Steigerung betrugt 118%.

Die Möglichkeiten für günstige Preise sind begrenzt. Allem Anschein nach ist die Preissteigerung ein zuverlässiger und fortwährender Akt mit Blick auf ein Jahr in die Zukunft. Preisrückschläge werden dagegen sehr zufällig und wenig zuverlässig in ihrem Ausmaß erfolgen. Diese These sollte bei Heizölkäufen berücksichtigt werden.

Der Gasölpreis ist heute Morgen unter die 500$-Marke gefallen. Die Tonne kostet 498,50$. Die leichte Entspannung hält an.

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Der Effekt ist auf dem hohen Preisniveau kaum spürbar. Längerfristig können wir keine freundlichen Aussichten für die Preisentwicklung geben. Zu erwartende Preisrückschläge lassen sich zeitlich noch nicht fassen. Die Gefahr, dass die Preise selbst nach deutlichen Abschlägen kaum tiefer als heute sein werden, weil sie zuvor weiter steigen, ist groß. Die sicherste Art Kosten zu sparen, ist weiterhin ein Kauf mit Zeitpolster für die Belieferung. Eine gut geplante Logistik, in der Ihre Bestellung mit anderen optimal verteilt werden kann, bringt Ihnen immer einen vorteilhaften Preis.

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