Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Warten auf OPEC-Treffen

Am Freitagabend fielen die Ölnotierungen weiter. Auch zur Stunde gibt es keine neuen Impulse, die den Abwärtstrend nachhaltig gefährden können. Viele Marktteilnehmer warten auf das Treffen der OPEC am 29. November. Allerdings zweifeln sogar Mitglieder der OPEC an eine weitere Kürzung und an deren mögliche Auswirkung auf die Ölpreise. Der Iran, als wichtiges Mitglied der OPEC, setzt mehr auf die Solidarität mit Nicht-OPEC-Förderländern. Aber diese Hoffnung ist wohl vergebens. Ähnlich wie die Verbraucherländer, die um ihre Zugänge zu den Rohstoffen im Allgemeinen und zum Öl im Speziellen ringen, ringen auch die Förderländer um gute Absätze. Die fehlenden Einnahmen aus dem niedrigen Ölpreis werden sie mit höheren Fördermengen versuchen auszugleichen, um ihre Haushalte in Ordnung zu bringen. Ähnlich wie in Deutschland, wo jeder Überschuss gleich wieder verteilt werden muss, läuft es auch in diesen Ländern ab. Der Iran zum Beispiel hat mit seinem Atomprogramm ehrgeizige Ziele. Die Wirtschaftsdaten der Industrienationen bleiben derweil schlecht oder werden noch schlechter. Dort, wo das Öl wegen der einsetzenden Rezession nicht mehr benötigt wird, tut es auch nicht weh, wenn es fehlt. Andererseits sollte die OPEC so kürzen, dass es weh tut, würde sie die Rezession nur verschlimmern. Ihre Möglichkeiten sind also sehr begrenzt bis gar nicht vorhanden. Der Dollar profitiert von den schwachen Aktienmärkten und steigt. Sein Einfluss ist aber eher gering. Sein Anstieg ist kein Beleg für seine Stärke, sondern Folge der weltweiten Wirtschaftsschwäche.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC diskutiert weitere Kürzungen
China legt Konjunkturprogramm auf
Schäden durch Ike werden Ölversorgung lange beeinflussen
Nigeria bekommt Lieferprobleme nicht in den Griff
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2013

preisdrückende (bärische) Einflüsse: OPEC ist zur Handlungsunfähigkeit verdammt
OPEC-Kürzung war ungenügend
Chinas Nachfrage wächst deutlich langsamer
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
EIA, IEA und OPEC senken Nachfrageprognosen
Charttechnik: Ölpreis im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Sie folgen dem Sog des Ölpreises. Die relativ hohen Margen gegenüber dem Weltmarkt bleiben weitgehend erhalten. Das muss den Verbraucher aufgrund des starken Preissturzes im Allgemeinen kaum kümmern. Er profitiert in jedem Fall verglichen mit den Höchstpreisen, die wir in diesem Jahr bereits gesehen haben. Das Potenzial, das im Binnenmarkt noch enthalten ist, ist dennoch beachtlich. Ein Heizölkauf ist deswegen nicht aus preislicher Sicht nötig. Sobald die Nachfrage sinkt und die Transportbedingungen auf den Wasserstraßen besser werden, wird das Heizöl aus diesen Gründen günstiger werden. Der Verbraucher muss aufgrund der hohen Binnennachfrage aber regional mit längeren Lieferzeiten rechnen. Für die Verfolgung der Preisentwicklung ohne Besuch unserer Internetseite empfehlen wir unseren Preisalarm.

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