Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Warten auf die Opec

Nachdem der August nach der Immobilienkrise in den USA eine außerordentliche Preissteigerung für Ölprodukte besorgte, wird darauf spekuliert, ob die Opec ihre Fördermengen erhöhen oder gar reduzieren werden. Wir halten den Einfluss eher für gering. Entscheidend in der jetzigen Zeit wird wohl eher das Verhalten der Verbraucherländer sein. Wenn die Industrienationen und China weiterhin das Rohöl so vergeuden wie bisher, dann sind weitere Preissteigerungen unausweichlich. Zumal wir uns immer mehr dem Punkt annähern, in dem eine Steigerung der Förderung in Summe nicht mehr möglich ist. Aktuell sorgte am Wochenende ein Unfall in einer US-Raffinerie für Schlagzeilen. Dieser betrifft zwar nur die Benzinproduktion, aber diese hat auch immer Einfluss auf die anderen Rohöl-Produkte. Für weitere Steigerungen sorgen auch die Terrordrohungen in Nigeria, von denen insbesondere die Ölanlagen betroffen sind. Dies sind aber untergeordnete Faktoren. Am Freitag wurden schwache US-Arbeitsmarktdaten bekannt gegeben. Das stärkt weiter den Euro.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC diskutiert über Senkung der Fördermengen
Hurrikansorgen im Golf von Mexiko
Positive US-Konjunkturentwicklung erwartet
Ölnachfrage steigt in den USA
Chinas Wirtschaft wächst weiter stark
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Hurrikan Felix ungefährlich für Ölanlagen
Entspannung im Atomstreit mit dem Iran
US-Rohöllager gut gefüllt
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt

Unsere Heizölpreise steigen moderat. Der Preisvorteil zum Vorjahr hat sich aufgelöst. Ab jetzt geht die Schere auseinander. Vor einem Jahr fielen zu dieser Zeit die Preise, heute nehmen sie Kurs auf neue Höchststände. Daran wird sich wohl in den nächsten Wochen nichts ändern. Am Weltmarkt werden historische Preishochs für Gasöl und Heizöl mit großer Wahrscheinlichkeit in den kommenden Tagen neu geschrieben.

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