Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Warten auf was denn?

Am physischen Ölmarkt herrscht Ruhe. Selbst gravierende Störungen werden gelassen zur Kenntnis genommen. Eine dieser Störungen betrifft kolumbianische Öllieferungen. Diese fallen auf Grund eines Streiks in Gänze aus. Sie sind doppelt so groß wie die von Libyen derzeit zu erwartenden Mengen. Gelassen wurde in den letzten Wochen auch auf die Produktionsausfälle im Golf von Mexiko reagiert. Gelassen werden nicht zu letzt langwierige Produktionsprobleme beim Nordseeöl verkraftet. Diese sind ein wesentlicher Grund für die Preisdifferenz zwischen den Rohölsorten Brent und WTI (Texas Öl). Ein Hauch von Gelassenheit erreichte sogar die gesamte Finanzszene. Geduldig wartet sie auf neue Meldungen über die europäischen Sorgenstaaten und auf irgendeine neue Hilfsmaßnahme der US-Notenbank oder der US-Regierung zur Belebung der Wirtschaft. Geldspritzen haben die Lage bisher nicht bereinigt. Im Gegenteil, jede Geldspritze verschärft die Schuldenproblematik. Insofern ist das Warten auf derartige Hilfen hilflos. Es mutet wie Becketts „Warten auf Godot“ an. Das ist absurdes Theater. Das Warten hat die Ölnotierungen auf Seitwärtskurs getrimmt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Notenbanken werfen Geld ins Finanzsystem
Obama soll ein Hilfspaket für die Wirtschaft schnüren
Chinas Ölkonsum wächst rasant
Japan braucht mehr Öl zur Stromproduktion
Nordsee-Öl fließt unzureichend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Konjunktur läuft schlecht
EU-Konjunktur gibt nach
Nachfrageprognosen gesenkt
Libysches Öl soll bald wieder fließen
Markt gut mit Öl versorgt
Staatsschulden in den alten Industrienationen
Fortbestand der EU steht in Frage

Unsere Heizölpreise schwenken auf Seitwärts. Nicht nur die zugrunde liegenden Ölnotierungen, sondern sogar das Dollar-Euro-Verhältnis geht aktuell in diese Bewegungsrichtung über. Anscheinend werden beide Währungen im Gleichgewicht des Schreckens gesehen. Die Lage kann trotz struktureller Instabilität der Finanzsysteme über einige Wochen stabil bleiben. Irgendwann müssen die Preise aber auch aus dieser Lethargie ausbrechen. Dass es dann zu einer Abwärtsbewegung kommen wird, ist durchaus möglich. Wer mit einem auskömmlichen Heizölvorrat länger durchhalten kann, sollte die Preise laufend verfolgen, um gegebenenfalls von einer freundlichen Überraschungen Kenntnis zu bekommen. Dabei kann unser Preiswecker hilfreich sein. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab und www.esytrol.com.

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