Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Was machen die Fonds?

In der letzten Woche gaben die Preise kräftig nach. Rohöl verlor knapp 2$ oder 6%. Gasöl verlor sogar 9%. Am Freitag verlief der Handel unentschlossen. Die übertriebenen Höhen in den Aufwärtstrends sind damit abgebaut. Die Trends sind allerdings noch nicht gebrochen. Hierzulande profitierte Heizöl weiter vom billigen Dollar und fiel auf ein attraktives Preisniveau.

Ohne neue Nachrichten geht es in die Woche. Fundamental stehen die Preise unter dem Einfluss normaler Wintertemperaturen in wichtigen Regionen der USA. Die Prognosen kündigen wärmere Tage an. Die US-Ölvorräte sind unverändert mit sehr niedrigen Rohölbeständen und ausreichenden Heizölbeständen. Die OPEC wird ihre Quoten im Februar vermutlich nicht ändern. Sie fördert allerdings stillschweigend deutlich höher.

Die Versorgungslage wird allgemein als gut angesehen. Die niedrigen US-Rohölbestände spiegeln die reale Lage nicht korrekt wider.

Entscheidend für die Preisbildung wird die Einstellung der Fonds sein. Sie hatten in den letzten Wochen enorm große Positionen auf steigende Preise aufgebaut. Sie ließen sich dabei vermutlich von den Signalen der US-Rohöllager und vom bullischen Trend leiten. In der letzten Woche begann ein Meinungsumschwung. Ob der bereits so gefestigt ist, dass weitere Verkäufe folgen, ist derzeit ungewiss. Auch charttechnisch lässt sich keine vernünftige Prognose entwickeln. Die Bilder zeigen zwei ausgewogene Seite.

Einerseits gilt der Markt nach dem Kursverfall als überverkauft. Eine Gegenbewegung wäre damit wahrscheinlich. Indikatoren kurzfristiger Bewegungen deuten sie an. Andererseits hat der Ausverkauf der Longpositionen gerade erst begonnen. Es gibt weiterhin riesige Kontraktbestände, die verkauft werden müssen. Indikatoren für längerfristige Bewegungen zeigen kein Ende des Preisverfalls an.

Die Bewegung des Dollarkurses ist in einer ähnlichen Situation. Die Indikatoren geben ebenfalls zwei unterschiedliche Möglichkeiten an. Devisenexperten meinen, dass sich in dieser Woche wenig Veränderung ergeben wird, weil Händler vor dem G7-Treffen der Finanzminister am kommenden Wochenende wenig Interesse zeigen, die eine oder andere Position einzunehmen.

Gasöl verbilligt sich heute Morgen, weil die Ölpreise in Fernost wieder fallen. Die Tonne kostet 255,50$.

Unsere Heizölpreise sind auf ein attraktives Niveau gefallen. Wer einen fast leeren Tank hat, sollte unbedingt kaufen. Wer auf gute Preise spekuliert und seinen Tank beizeiten nachfüllen will, sollte die Preisbewegung jetzt eng beobachten. Es könnten sich sehr gute Kaufgelegenheiten ergeben. Möglicherweise rollt der für das Frühjahr erwartete Preisverfall bereits an.

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