Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Weg frei zu alter Höhe

Öl ist ein Investment. Die Nachfrage boomt. Der Nachschub ist endlich. Das ist die simple Logik mit der kapitalstarke Fonds die Preise derzeit in die Höhe treiben. Dass diese Endlichkeit in einer viele Jahre entfernten Zukunft liegt, wird momentan ausgeblendet und dass die Nachfrage mit etwas Vernunft gedrosselt werden kann auch. Gestern ging es nur langsam aufwärts. Ein weiterer Sprung nach oben liegt in der Luft.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Winter hält Ängste um Heizölversorgung hoch
OPEC will Preise um 50$ pro Barrel
Weltweites Nachfragewachstum weiter hoch
Iraks Nordpipeline bis auf weiteres außer Betrieb
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet
Investmentfonds mehrheitlich bullisch eingestellt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Befriedigende US-Vorräte (nicht Heizöl!)
Komfortable Vorräte der OECD-Länder
OPEC-Mitglieder schließen Kürzungen im März aus
US-Dollar fällt

Unsere Heizölpreise steigen und steigen. Der Weltmarkt weist ihnen den Weg. So lange es kalt ist, wird selbst eine Gegenreaktion auf den Preisanstieg zu einem unwahrscheinlichen Ereignis. Für viele Verbraucher kommt hinzu, dass sie sich verspekuliert haben. Kaufverzögerung in der Hoffnung auf fallende Preise. Nun ist der Tank leer und die Belieferung wird wegen einer Sonderfahrt extrateuer. Im aktuellen Bullenmarkt kann die Empfehlung nur lauten: Setzen Sie lieber auf Terminflexibilität bei der Bestellung und streichen Sie die daraus resultierende Einsparung in den Transportkosten ein. Spekulieren Sie nicht auf deutlich fallende Preise.

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