Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Weiter Abwärts

Es geht weiter abwärts mit den Preisen. Nach wie vor wird als Grund die Läuterung George Bushs in der Irakfrage genannt. Der Präsident hat die Politik wiederentdeckt und sein Militär zunächst zurückgepfiffen.

Nach diesem Wandel ist es an der Zeit, die Kriegsprämie, die nach Ansicht mancher Analysten bis zu 7$ pro Barrel betrug, aufzulösen. Das hieße, dass der Preis für Brent-Rohöl bis auf unter 23$ fallen könnte. Derzeit steht er noch über 26$.

Es gibt wenig Widerstand gegen den schnellen Preisverfall. Die Eigendynamik der Bewegung ist hoch. Sie wird allenfalls von den knappen US-Vorräten bedroht. Die Lagersituation hat sich im Vergleich zur Vorwoche nur unwesentlich geändert.

API meldet folgende Werte für die letzte Woche:

Rohöl gewinnt 4,9 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht nun 5,3% unter dem Vorjahreswert.

Heizöl und Diesel gewinnen 1,4 Mio. Barrel zur Vorwoche und stehen 0,6% tiefer als ein Jahr zuvor.

Benzin verliert 2,9 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit 4,4% unter dem Vorjahreswert.

Die Gesamtmenge in den Lagern ist so gering, dass wir von dieser Seite früher oder später einen erneuten Preisauftrieb erwarten. Derzeit wirkt nur Benzin als schwache Bremse für die Talfahrt der Preise.

Heute Morgen hält der Gasölpreis auf tiefem Niveau inne. Mit 230,75$ pro Tonne liegt er leicht über dem gestrigen Tagestief.

Unser Heizölpreis hat bereits knapp 5% auf seinen Spitzenwert vom 02.10. eingebüßt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Rückgang noch weitergeht. Momentan kann man daher durchaus zur Kaufzurückhaltung raten. Der langfristige Aufwärtstrend ist allerdings noch ungebrochen. Die Gefahr einer Umkehr der Bewegung sollte also unbedingt im Auge behalten werden.

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