Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Weniger als das Notwendige

Das, was vorgestern als Gegenreaktion zum jüngsten Aufwärtstrend begann, erwies sich gestern als eine Tagesschwäche. Der Trend wird unverändert fortgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit wächst, dass er nun auch den unterlegten Seitwärtstrend überwindet. Die Finanzjongleure sind sehr aggressiv am Markt. Sie genehmigen sich nicht mal eine Konsolidierung der heiß gelaufenen Preise. Wie wenig die mit den realen Marktgegebenheiten zu tun haben, wird aus einer Preisprognose von Shell-Chef Peter Voser deutlich. Er nennt eine Spanne von 50 bis 90 Dollar für das Barrel Rohöl. Wir bewerten den reinen Ölmarktpreis zwischen 50 und 60 Dollar. Der Rest ist pure Finanzspekulation. Voser sieht die Preise tendenziell eher am oberen Ende auf uns zu kommen. Bei den Endprodukten erwartet er noch einige Zeit eine Überversorgung des Marktes. Der starke Auftrieb der Ölpreise wird von einem deutlichen Dollarrückgang begleitet. Bisweilen wird die Wirkkette umgekehrt beschrieben, also Dollar fällt, Ölpreis steigt. Welche Interpretation stimmiger ist, dürfte Verbrauchern herzlich egal sein. Fakt ist, dass die Finanzindustrie die Fäden zieht. Heute tagen die Ölminister der OPEC. Ihr Treffen ist eine Randerscheinung für die Ölpreisentwicklung.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Spekulanten wollen hohen Ölpreis
Nachfrage steigt moderat
IEA und EIA sehen Nachfragebelebung in 2010
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: China strafft Geldpolitik
Sorge um Stabilität des Finanzsystems
OPEC liefert zuviel Öl
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage in alten Industrieländern

Unsere Heizölpreise legen kräftig zu. Der Preissprung wurde ihnen durch die ausufernde Finanzspekulation aufgezwungen. Die Tagesschwäche des Dollars brachte wenig Dämpfung. Gestern übertraf die Finanzszene sogar unsere hohen Befürchtungen bezüglich ihres unangenehmen Einflusses auf die Preise. Das ist Zocken auf hohem Niveau. Wie auch aus anderen Bereichen der Finanzindustrie bekannt ist, übertrifft ihre Aggressivität mittlerweile ihr Vorkrisenverhalten. Die Lage erlaubt kurzfristig kaum Hoffnung auf Preislinderung. Es bietet sich eher an, auf einen erneuten Crash in diesem oder im nächsten Jahr zu setzen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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