Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Wetten was?

Nachdem sich die Propagandaabteilung der Investmentbank Merrill Lynch in der letzten Woche für niedrigere Ölnotierungen verwendete, halten die Kollegen von Goldman Sachs nun dagegen. Die Rollen sind klar verteilt, Merrill Lynch will mit sinkenden, Goldman Sachs mit steigenden Preisen Geld verdienen. Die Goldmänner machen es ganz smart. Sie stimmen dem realisierten Rückgang der Notierungen zu, sehen diese jetzt aber wieder in Linie mit der physischen Lage am Markt. Die ist allerdings so gut wie lange nicht mehr. Die OPEC kann mehr Öl liefern als der Markt braucht. Die USA verfügen über die höchsten Vorräte seit 1994. Zudem bohren sie sich gerade in einen Ölrausch. Die großen Konzerne sind schon ganz berauscht und widerrufen die vor wenigen Jahren verkündete Existenz von Peak Oil (das Erreichen des Fördermaximums). Das leistete hervorragende Dienste für die exorbitante Anhebung von Preisen und Gewinnen. Wir dürfen gespannt sein, ob sie ohne Peak Oil wieder sinken werden und was sich die Finanz- und Ölindustrie einfallen lässt, um Schaden von sich zu halten. Wir sollten uns nicht wundern, wenn sich am Ende herausstellen würde, dass der physische Markt wenig Einfluss auf die Preisbildung hat, weil diese zu eng mit den Spielen um das Geld- und Finanzsystem verknüpft ist. Hopp oder topp, die Wettsaison um den weiteren Preisverlauf ist eröffnet.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Spannungen in Nordafrika und Nahost
China wächst immer noch rasant
Kleine Probleme in der globalen Lieferkette

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Laue Konjunkturzahlen aus China
Geldflut der FED in der Kritik
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Genug Öl am Markt

Unsere Heizölpreise zeigen wenig Bewegung. So verhielt es sich am Freitag auch mit den Öl- und Dollarnotierungen. Die befinden sich in einer spannenden Situation. Es geht um die Frage weiter abwärts oder wieder aufwärts? Im Jahresverlauf sollte Heizöl zeitweise billiger sein als heute. Das heißt aber nicht, dass die Entwicklung nun schnurstracks dahinführt. Die gute Nachricht bleibt immerhin bestehen. Heizöl kostet weniger als vor einem Jahr. Die bessere Nachricht, Heizöl befindet sich in einem stabilen Abwärtstrend, lässt auf sich warten. Der Trend ist derzeit nämlich aufwärts gerichtet. Wir spüren es glücklicherweise kaum. Die Empfehlung: Halten Sie immer etwas Platz im Tank vor, um in einem guten Moment zukaufen zu können. Aber passen Sie auf, dass der Tank nicht leerläuft. Schnellbestellungen sind teuer. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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