Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Widersprüchliche Trends

Nach wie vor driften die Trends für Rohöl und Heizöl auseinander. Die widersprüchliche charttechnische Konstellation wurde durch die Daten über die US-Vorräte auf fundamentaler Seite bestätigt. Die zuletzt genannten Einflüsse behalten ihre Gültigkeit. Die Gefahr, dass der Iran den Ölstrom drosseln könnte, wird auf Grund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes etwas reduziert eingeschätzt. In Nigeria wurden Shell-Mitarbeiter verschleppt. Der Vorfall ist Ausdruck der angespannten Lage im Land. Am Währungsmarkt kam es gestern zu einer nicht trendkonformen Bewegung. Der Dollar verteuerte sich nachdem eine überraschende Verbesserung für das US-Handelsbilanzdefizit gemeldet wurde.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Atomstreit mit dem Iran
Instabile Lage in Nigeria
Russland ein unzuverlässiger Energielieferant
Irakische Förderung auf Tiefststand seit US-Invasion
Weltweites Nachfragewachstum wird beschleunigt
Raffineriekapazitäten knapp
Gesunkener US-Verbrauch nicht nachhaltig

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Heizöl- und Benzinvorräte deutlich gestiegen
Rohöl- und Heizölvorräte auskömmlich
Milde Temperaturen in den USA
OPEC-Generalsekretär will Förderquoten beibehalten
US-Verbraucher sparsamer
Dollar im Abwärtstrend

Unsere Heizölpreise zogen gestern leicht an. Es handelte sich um den Versuch, den deutlichen Preisrückgang vom Vortag wettzumachen. Der gelang den Mineralölgesellschaften mehr schlecht als recht. Die schwache Inlandsnachfrage lässt eine Steigerung der Margen kaum zu. Wir halten an unserer Einschätzung fest, dass sich die Heizölpreise kurzfristig in den Grenzen der Novemberpreise seitwärts bewegen werden.

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