Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Widerspruch wächst

Die Sorge vor einem Ende des lockeren Dollardruckens erfasste die Finanzszene nicht. Sie macht sich stattdessen eine schöne Zeit mit allerhand Kursgewinnen. Öl steht dabei hoch auf ihrer Agenda. Es ist mutig, in dieser Zeit, da Knappheit soweit entfernt ist wie lange nicht mehr, auf Öl zu setzen. Mut der Ahnungslosen oder Mut der coolen Marktbeherrscher? Wir wissen es nicht. In jedem Fall sollte dem kurzfristigen Aufwärtstrend der Rohölnotierungen bald ein Abgang folgen. Das legt der physische Ölmarkt nahe. Er ist gut versorgt. Ausdruck findet dieser Sachverhalt unter anderem im aktuellen Monatsbericht des US-Energieministeriums. Der Vergleich mit dem ein Jahr alten Bericht zeigt, dass die Nachfrageprognosen zu hoch angesetzt waren. Sie wurden gesenkt. Wahrscheinlich müssen sie im nächsten Jahr abermals gesenkt werden. Das globale Nachfragewachstum beträgt circa ein Prozent. Das Angebot steigt stärker. Hauptmotor sind die USA, die die Förderung in diesem Jahr um 14 Prozent anheben wollen. Die Berichterstatter gehen davon aus, dass das Angebot-Nachfrage-Verhältnis auch in den folgenden Jahren zugunsten des Angebots steigen wird. Hilfreich ist dabei das Wetter. Die USA erlebten gerade das wärmste Jahr seit Aufzeichnung der Temperaturen. Dadurch wurde der Heizölkonsum weiter gesenkt. Die Preisprognosen liegen unter den aktuellen Notierungen für WTI (Texasöl) und Brent (Nordseeöl). Das muss den Finanzjongleuren mal gesteckt werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Kurden und Libyer blockieren Öllieferungen
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Geldvermehrung durch Notenbanken infrage gestellt
Warmer Winter in den USA
Liefermengen aus der Nordsee sollen steigen
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen. Noch liegt die Bewegung im Abwärtstrend. In den letzten Tagen lief sie seitwärts. Es ist gut möglich, dass der Abwärtstrend für einige Zeit beendet wird. Das wäre der aktuellen Börsenstimmung geschuldet. Es käme nicht unerwartet. Die mittlere Zukunft sollte für Verbraucher dennoch freundlich aussehen. Der physische Ölmarkt entwickelt sich zu ihren Gunsten. Wer auf einem schwach gefüllten Tank sitzt, sollte umgehend Heizöl ordern, um der kurzfristigen Gefahr vor steigenden Preisen zu begegnen. In einigen Wochen werden die Preise mit hoher Wahrscheinlichkeit unter den aktuellen Werten liegen. Wer heute genug Heizöl hat, findet dann wieder Platz im Tank und gute (Nach-)Kaufmomente. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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