Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Wie entwickeln sich die Vorräte?

Gestern gab der Ölpreis erneut ein paar Cents ab. Im Gegensatz zum Vortag war es allerdings ein wilder Kampf gegen Preissteigerungen. Im Handelsverlauf wurde das Hoch vom Freitag fast erreicht. Die aktuelle Bewegung wird von Charttechnik bestimmt. Daher erfüllt der Preisrückgang die Erwartungen.

Fundamental bleiben die Märkte in einer preistreibenden Verfassung. Die IEA (Internationale Energie Agentur) beurteilt die Ölversorgung und im Speziellen die Heizölversorgung kritisch. In den USA standen die Heizölvorräte im September 7% unter denen des letzten Jahres. In Europa fehlten 4% im Vergleich zum Vorjahr.

Man geht allgemein von einem kalten Winter aus, der die Heizölnachfrage deutlich anschwellen lässt. Die Hypothese spiegelt die aktuelle Stimmung an den Märkten sehr gut wider. Denn mehr als ein Stimmungsindikator kann eine Wetterprognose nicht sein. Wetter ist nicht über einen oder sogar mehrere Monate vorhersagbar, hat uns Kachelmann gelehrt.

Weil Heizöl in diesen Tagen das besondere Interesse der Händler genießt, warten alle gespannt auf die neuesten Daten über die Ölvorräte. Die kommen in dieser Woche mit einem Tag Verspätung, also morgen heraus. Bis dahin muss sich der Handel weiter von Charttechnik inspirieren lassen. Und die wird die Preise vermutlich noch ein wenig abwärts führen.

Am Rande des Geschehens sorgten Meldungen aus Nigeria und dem Irak für Gesprächsstoff. Nach dem Motto ?das System schlägt zurück? stellt die Regierung in Nigeria nun führenden Gewerkschaftern nach. Es wird von Verhaftungen berichtet. Iraks Interimshandelsminister Ali Allawi lässt uns wissen, dass er im nächsten Jahr eine Steigerung der Ölförderung auf 3,5 Mio. Barrel pro Tag erwartet. Zur Zeit betrage die Förderung fast 2 Mio. Barrel pro Tag. Die Lieferungen des Landes werden von der IEA auf 1,5 Mio. Barrel pro Tag geschätzt. Größer als das Problem der Förderung ist momentan die Schwierigkeit der Verschiffung der Ware, da die Transportwege ein beliebtes Ziel für Terroristen sind.

Interessant wird es beim Dollar. Der deutete am Montag eine Trendumkehr an. Die könnte uns Europäern teuer zu stehen kommen. Inzwischen ist der Schwung der Bewegung bereits wieder dahin. Jetzt muss sich zeigen, was es wirklich werden soll. Devisenhändler geben sich neutral. Sie tippen auf einen Seitwärtsverlauf in den nächsten Wochen.

Heute Morgen gibt der Gasölpreis unwesentlich nach. Er bewegt sich in den letzten Tagen um die Markte von 270$. Die Tonne kostet zur Stunden 269,50$.

Unsere Heizölpreise sind im Mittel etwas gesunken. Das werden sie vermutlich auch heute tun. Einen nennenswerten Betrag haben sie und werden sie dabei allerdings kaum gut machen können. Am Weltmarkt scheint der Aufwärtsdrang ausgereizt zu sein und der Dollar gibt sich mit seinem aktuellen Stand zum Euro zufrieden. Morgen könnte erneut Bewegung ins Spiel kommen, wenn die Daten über die US-Heizölvorräte veröffentlicht werden. Ihnen wird Preissteigerungspotential zugetraut.

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