Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Wie gewonnen so zerronnen

Es sieht so aus, als wolle der Ölpreis einige Zeit um das aktuelle Niveau tänzeln. Darauf deutet die gestrige Bewegung, die die Preissteigerungen des Vortags annulliert.

Der 11. September blieb terrorfrei. Insbesondere in den USA wird die Sorge, dass genau an diesem Tag eine besondere Terrorgefahr besteht, gepflegt. Das ist zwar für gewisse Interessen förderlich, aber eigentlich absurd. Ein Effekt auf die Ölpreisbildung ließ sich nicht feststellen.

Die wurden in erster Linie durch ein nachgeschobenes Datum des DOE (Department of Energy) bewegt. Der Vorrat an Erdgas ist kräftig gestiegen. Damit wird der gesamten Energiebranche die Last genommen, für den kommenden Winter zu schlecht gerüstet zu sein. Genau das las man aus den tags zuvor erschienen Zahlen über die Ölbestände.

Außerdem brachten Wetterämter die Erkenntnis heraus, dass der Hurrikan Isabel keine Gefahr für die südlichen Ölanlagen bringen solle. Er wird nach aktuellem Kenntnisstand an Florida auf der östlichen Seeseite vorbeiziehen.

Beide Nachrichten ließen die Preise sinken. Die starken fundamentalen Gründe des Vortags für steigende Preise werden also reduziert. Die Charttechnik hingegen deutet eher auf fallende Preise hin.

Die Ölpreisentwicklung hierzulande wird wieder einmal stark von der Entwicklung des Dollarkurses abhängen. Der scheint einen Abwärtstrend eingeleitet zu haben. Aber selbst das ist nach dem gestrigen Handelstag strittig. Der Chart zeigt eine Sicht, die die Möglichkeit zur Umkehr nach oben noch vollkommen offen lässt.

Im Zweifel seitwärts lautet die Devise desjenigen, der keine Richtung herauslesen kann. So verhält sich heute Morgen auch der Gasölpreis. Er bleibt exakt auf dem Stand von gestern Abend. Die Tonne kostet 229,50$.

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Ihnen wird, genau wie dem Ölpreis am Weltmarkt, derzeit keine verwertbare Vorgabe durch Ereignisse oder neue Erkenntnisse gegeben. Was gestern galt, gilt heute nicht mehr. Und morgen kann das Alte wieder zutreffen. Uns bleibt bei so viel Vagem nur der Verdacht, dass sich der Preis in einer Handelspanne seitwärts schleppen wird. Das aktuelle Niveau ist gut. Man kann mit einem Kauf derzeit nicht viel falsch machen.

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