Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wieder Ärger mit Irak

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Das ist der Extrakt aus den Verhandlungen zwischen der UNO und dem Irak über die Wiedereinsetzung von Waffeninspekteuren. Trotz massiver Kriegsdrohungen der USA ließ sich Saddam Hussein nicht auf einen Kompromiss ein. Nun hofft Kofi Annan auf eine neue Verhandlungsrunde in den nächsten Monaten, um einen Waffengang im Irak doch noch zu vermeiden.

Die Ölmärkte betrachten diese Meldung gelassen. Der Preis enthält bereits einen ordentlichen "Risikoaufschlag" für einen eventuellen Krieg. Kenner sprechen von rund 4$ pro Barrel Rohöl. Sie haben auch nicht wirklich mit einem anderen Ausgang der Verhandlungen gerechnet.

Auf Grund der langen Auszeit der NYMEX wegen des Unabhängigkeitsfestes in den USA wurde der Ölhandel in der vergangenen Woche sehr ruhig. Heute mischen die New Yorker Händler endlich wieder mit. Mit einer gewissen Spannung wird ihr Wiedereintritt erwartet. Wir können uns durchaus vorstellen, dass es wegen des Iraks noch ein paar Preisausschläge geben wird. In Summe sollten es aber zu keiner Veränderung des Niveaus kommen.

Zum Wochenstart bewegt sich der Ölpreis nur unwesentlich von seinen Freitagswerten weg. In Rotterdam kostet die Tonne Gasöl derzeit 209,75$.

Auch unser Heizölpreis wird sich heute Morgen kaum bewegen. Am Nachmittag, wenn die New Yorker Händler ihre Arbeit aufnehmen, könnte sich das Bild ändern. Die Nachrichtenlage ist nach unserer Ansicht allerdings eher für eine seitwärts gerichtete Tendenz gut. Der übliche Dämpfungseffekt unseres Binnenhandels sollte eventuelle Preisspitzen des Weltmarktes "ausbügeln".

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