Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Wieder Kriegsangst

Die OPEC versuchte gestern durch ihren Generalsekretär die abbröckelnden Preise zu festigen. Er äußerte sich skeptisch zu einem Aufweichen der Kürzungspolitik seines Kartells anlässlich des Juni-Treffens. Darauf verteuerte sich das auf Talfahrt befindliche Öl im Tagesverlauf wieder. Nach Schluss des Handels in London ging es dann aber rasant abwärts.

Die Marktteilnehmer haben sich anscheinend an eine angstbestimmte Stimmungslage gewöhnt. Da ihnen momentan ein konkreter Anhaltspunkt im politischen Bereich fehlt, haben sie kurzerhand die Möglichkeit eines Preiskriegs identifiziert. Der könnte zwischen Russland, der OPEC und einigen anderen Lieferländern ausbrechen. Es ginge um einen Kampf um Marktanteile. Die Befürchtung bezieht ihre wesentliche Nahrung aus der Ankündigung Russlands, die Liefermengen zu steigern. Zwar ist diese Meldung alles andere als neu. Sie entfaltet aber erst jetzt die ihr gebührende Wirkung auf die Preise. Alle Produktenkurse rauschten abwärts.

Gasöl geht heute mit einem Preisabschlag auf 191,25$ ins Rennen. Damit ist es rund 3,6% billiger als gestern Morgen. Im Tagesverlauf werden vermutlich Schätzungen über die Entwicklung der Lagerbestände in den USA für weiteren Druck sorgen.

Unser Heizölpreis durchbrach gestern eine auf Mitte April zurückgehende Unterstützungslinie. Er wird heute seine Abwärtsbewegung fortsetzen. Die Stimmung an den Märkten lässt auf weitere Preisrückgänge hoffen. Allerdings muss man nun bereits wieder mit einer Gegenreaktion rechnen. Eine große Beschleunigung der Preisbewegung birgt immer die Gefahr ihres einstweiligen Endes.

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