Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wieder Unruhe in Venezuela

Irgendwo auf der Welt scheint es in diesen Zeiten immer einen Unruheherd zu geben. Kaum wird es im Nahen Osten ruhiger, keimt andernorts ein neues Problem auf. Aktuell ist es ein Problem, das den Ölmarkt bereits im Frühjahr unter Spannung gehalten hat und für die Jahreshöchstpreise sorgte. Aus Venezuela kommen wieder Streikdrohungen der Ölarbeiter. Sie wollen einen neuen Präsidenten. Dazu muss Chavez weg. Und hierfür ist man anscheinend bereit, zu kämpfen.

Bereits am Freitag machten sich erste Zeichen dieses Problems an den Märkten bemerkbar. So ruhig, wie wir vermuteten, ging es doch nicht in das Wochenende. Die Preise legten weiter zu. Ein Streik der Ölarbeiter Venezuelas würde der US-Versorgung Engpässe bescheren.

Am Wochenende hat sich die Lage nicht gebessert. So gibt es einen Wochenstart mit anziehenden Preisen. Gasöl kostet heute Morgen in Rotterdam 219,75$. Das sind 3,50$ mehr als am Freitag.

Einen weitern nennenswerten Einfluss sollten die Märkte vom jüngsten IEA-Report (Internationale Energie Agentur) erhalten. Die Energiewächter der Industriestaaten geben regelmäßig ihre Prognosen für die Entwicklung der Ölwirtschaft bekannt. Aktuell sind die Spezialisten aber etwas ratlos. Ihre Prognose, dass die Ölnachfrage bei einer Erholung der Weltwirtschaft deutlich anziehen werde, überraschte niemanden. Die erneute Reduktion der Verbrauchssteigerung für das laufenden Jahr von 0,42 Mio. Barrel auf 0,25 Mio. Barrel pro Tag und die Aussicht, dass im nächsten Jahr 1,1 Mio. Barrel pro Tag mehr benötigt werden, konnte ebenfalls nicht beeindrucken. So bleibt das Papier ohne Einfluss auf die Preisbildung.

Unser Heizölpreis zieht heute Morgen weiter an. Die Meldungen aus Venezuela könnten die Hoffnung auf sich seitwärts entwickelnde Preise zunichte machen. Es ist zu befürchten, dass der Verbraucher weitere Preissteigerungen hinnehmen muss.

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