Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wieder ein Raffinerie-Ausfall

Am Freitag wurde wieder ein Raffinerie-Ausfall aus den USA gemeldet. Nun hatten die Börsianer den nötigen Zusatz, den sie für die Interpretation der uneinheitlichen Bestandsdaten vom Donnerstag brauchten. In der Folge stiegen Preise erneut. Damit sind sie wieder bereitwillig in das Hauptband des Seitwärtstrends zurückgekehrt. Aber die geopolitischen Gefahren verändern sich. Möglicherweise ist die Annäherung der USA mit dem Iran, um die Probleme im Irak zu lösen, ein erster Ansatzpunkt für die weitere Konfliktlösung, vielleicht ja auch auf dem Gebiet der Atompolitik. Der Euro bleibt heute fest.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Raffinerieprobleme in den USA
Atomstreit mit dem Iran und Sanktionen
Rebellen kündigen weitere Ausfälle in Nigeria an
Negative Hurrikanprognosen für die USA
EIA erhöht Nachfrageprognose

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Leichte Entspannung in Nigeria
USA und Iran verhandeln über Irak
Bestandsaufbau in den USA erwartet
US-Benzinnachfrage könnte sinken
Hohes Rohölangebot in den USA
Nigeria wird stillgelegtes Ölfeld im Juni reaktivieren

Unsere Heizölpreise stiegen zum Wochenende an und bleiben heute eher unverändert. Die fundamentalen Nachrichten ließen einen keuschen Blick auf fallende Preise zu. Aber wie man bei der erneuten Meldung über die US-Raffinerien gesehen hat, kann eine Spekulation darauf schnell bei höheren Preisen enden. Die Nachfrage im Binnenmarkt ist nach wie vor so gut wie nicht vorhanden. Die Handelsmargen werden wieder steigen, sobald das Kaufinteresse zurückkommt. Fällige Bestellungen sollten nicht längere Zeit hinausgeschoben werden. Im Herbst besteht die Gefahr, dass sich die Nachfrage ballt und Transportkapazitäten überfordert werden. Lieferengpässe und unnötige Preisauftriebe wären die Folge.

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