Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Wieder kein Winter in Neuengland

Ein Grund für die Preisentwicklung der letzten Monate war die Prognose eines kalten Winters im Nordosten der USA. Dort wird weltweit das meiste Heizöl benötigt. Bisher stellte der Winter kein Problem für die Versorgung dar. Aktuell sind die Temperaturen eher frühlingshaft. Immerhin, die Heizölvorräte sind deutlich gegenüber dem Vorjahr gesunken. Sie waren im Winter 2006/2007 allerdings auf einem historischen Hoch. Realistisch betrachtet fällt es schwer, dem Winter einen bullischen Einfluss zuzusprechen. Realitätssinn hat natürlich kein hohes Ansehen an der Börse. Gleichwohl stehen die in die Höhe geprügelten Preise nun unter Druck. Bisher kam dabei etwas Preisrückgang heraus. Der wurde gestern teilweise annulliert. Der Dollar rettete sich in den letzten Tagen in eine Seitwärtsbewegung. Eine Fülle von negativen Konjunkturzahlen lasten schwer auf ihm.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Terror in Nigeria
Türkische Militäraktionen im Nordirak
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
Goldman Sachs Preisprognose
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012
OPEC erhöht Quoten nicht

preisdrückende (bärische) Einflüsse: US-Temperaturen sehr mild
Sorge über US-Konjunkturentwicklung
US-Regierung will Ölkonsum senken
OPEC-Reservekapazitäten ca. 3 Mio. Barrel pro Tag
Weltweite Versorgung weist keine Löcher auf
Iran hat Bau an Atombombe vor Jahren eingestellt

Unsere Heizölpreise bewegten sich gestern kaum. Nach dem Rückfall am Vortag kam es zu einer geringfügigen Erholung. Aktuell läuft die Preisbewegung auf einen Seitwärtstrend hinaus. Die Chance für einen Preisrückgang sehen wir auf 60/40 gestiegen. Die Wetterentwicklung im Winterverlauf wird eine wichtige Rolle für die Preisbildung spielen.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen