Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wieder wahnsinniger Wertverfall

Die Welt ist überrascht von der scheinbaren Wende im Irakkrieg. Und wir sind überrascht von der drastischen Wende der Ölpreise. Nachdem sich der Krieg schlecht für die Alliierten entwickelte, drohte eine Rückkehr zum Aufwärtstrend der Ölpreise. Doch binnen zwei Tagen drehte sich die Lage komplett. Der Irak scheint so gut wie besiegt zu sein und die Ölpreise machen das, was sie in ähnlichen Fällen auch schon machten, sie brechen durch, nach unten versteht sich.

Nun sieht es so aus, als entwickele sich doch noch das erhoffte Preisbild, das dem aus dem zweiten Golfkrieg 1990/91 nahe kommt. Zwar steht der Rohölpreis noch etwas unentschlossen zwischen der Hochpreis- und der Niedrigpreis-Zone. Aber der Gasölpreis nimmt bereits klare Position auf der Niedrigpreisseite ein. Und unsere Heizölpreise entwickeln sich prächtig. Mit dem lahmenden Dollar im Rücken peilen sie aktuell neue 12-Monatstiefs an. Es könnte sogar noch mehr drin sein. Alles hängt am Kriegsverlauf.

In den langfristigen Erwartungen sehen wir uns bestätigt. So, wie er jetzt aussieht, haben wir uns den Preisverlauf im Winter vorgestellt. In Kürze sollte die Rückkehr zu einer um die Kriegseinflüsse bereinigten Preisentwicklung gemeldet werden können.

Auf den Märkten wird derzeit Erleichterung gehandelt. Die 40% Produktionsausfall Nigerias werden locker weggesteckt. Ihnen stehen hohe Fördermengen der OPEC gegenüber. Die jüngsten Schätzungen sprechen von einer Erhöhung im März um 1,6 Mio. Barrel pro Tag gegenüber Februar. Das entspricht einer Steigerung um 3,8 Mio. Barrel gegenüber Dezember 2002. Das irakische Öl ist dabei nicht berücksichtigt. Saudi Arabien produziert momentan rund 9,5 Mio. Barrel täglich. Das sind 2 Mio. Barrel mehr als mit der zuletzt genannten Quote festgelegt wurde.

Mittlerweile erreicht das zusätzlich geförderte Öl auch seine Bestimmung. In den US-Lagern stieg Rohöl nach den jüngsten Meldungen um 6,8 ? 9 Mio. Barrel gegenüber der Vorwoche. Auch Benzin konnte zulegen. Lediglich beim Heizöl und Diesel kam es erneut zu Rückgängen. Insgesamt unterstützt die Entwicklung der Vorräte die fallen Notierungen auf Öl.

Heute Morgen gibt der Gasölpreis weiter nach. Mit 220$ pro Tonne steht er wieder unter den Vortagswerten.

Unsere Heizölpreise halten voll mit. Sie haben aktuell in Folge der Dollarschwäche einen noch besseren Lauf. Seit dem 10. März haben sie um durchschnittlich 26% nachgegeben. Das ist für ein Produkt, das üblicherweise weniger preissensibel ist als das Öl am Weltmarkt, bemerkenswert viel. Die Dollarentwicklung dreht nach den Erfolgsmeldungen der Irakkrieger nun allerdings die Richtung. Die Preise sind momentan ohne Abstriche gut. Zu diesen Preisen können Sie kaufen. Dabei wollen wir nicht verschweigen, dass Heizöl noch billiger werden könnte.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen