Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Wilde Schwankung

Gestern ging die Aufwärtsbewegung der Preise weiter. Sie übertrifft in ihrer Heftigkeit fast die bemerkenswert schnelle Abwärtsbewegung der letzten Wochen. Die Nachrichtenlage brachte kaum neue Erkenntnisse zum Vortag. Die nervöse Stimmung an den Märkten wird weiterhin von den Vorgängen im Irak getragen. Die Kriegssorge greift weiter um sich.

Heute Morgen liegen die jüngsten Daten über die US-Lagervorräte vor. Das API liefert folgende Erkenntnisse:

Rohöl verliert zur Vorwoche 0,2 Mio. Barrel und steht damit bei ?8,2% gegenüber dem Vorjahr.

Heizöl und Diesel verlieren zur Vorwoche 0,3 Mio. Barrel und stehen damit bei ?4,7% zum Vorjahr.

Benzin verliert 0,1 Mio. Barrel zur Vorwoche und steht damit bei ?5,4% gegenüber dem Vorjahr.

Fazit: Die kurzfristige Versorgung deckt die Nachfrage. Aber Sicherheitspolster gibt es weiterhin nicht. Das ist gerade in unsicheren Zeiten schlecht. Wenn tiefe Temperaturen plötzlich einen schnellen Anstieg der Winternachfrage verursachen sollten, haben die USA ein Problem. Und das werden sie durch Käufe in Europa lösen. Ein rasanter Anstieg der Preise wäre unausweichlich.

Aus charttechnischer Sicht sollte die aktuelle Preisbewegung nun abermals drehen. Die letzten vier Tage haben die Aufwärtsmöglichkeiten zunächst erschöpft. Die Preise befinden sich in der Phase einer Entscheidung für eine Rückkehr in eine längerfristige Aufwärtsbewegung oder eine Rückkehr zu einer noch tiefgreifenderen Abwärtsbewegung. Sollte der erste Fall dabei herauskommen, rechnen wir zunächst mit einer Abnahme der Volatilität und moderateren Ausschlägen um das aktuelle Niveau.

Heute Morgen zeigt der Gasölpreis die Umkehr an. Mit 215$ pro Tonne hat er die gestrige Preisspitze über sich gelassen.

Unser Heizölpreis gibt ebenfalls nach. Er bleibt allerdings noch über dem mittleren Wert von gestern. Für kurzfristige Käufer könnte eine kleine Spekulation auf die nächsten Tage lohnenswert sein und die Risiken in Grenzen halten.

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