Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Winter treibt Preise

Gestern zogen die Gasölpreise kräftig an. Das ist bemerkenswert, denn die New Yorker Händler, die für heftige Regungen bekannt sind, waren im Urlaub. Die Steigerung geht allein auf das Konto der eher ruhig agierenden Londoner Broker. Als Grund wird die Rückkehr winterlicher Temperaturen in den USA genannt. Heute können die US-Kollegen die Entwicklung wieder zurechtrücken, denn die Voraussetzungen für einen Bullentrend sind beschränkt. Der Dollar verbilligt sich nach guten Konjunkturdaten aus Japan deutlich. Er sollte seinen Abwärtstrend nun fortsetzen.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Weltweites Nachfragewachstum weiter hoch
OPEC orakelt über Lieferkürzungen
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Russlands Ölausstoß seit 4 Monaten rückläufig
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet
Investmentfonds mehrheitlich bullisch eingestellt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Befriedigende US-Vorräte
Komfortable Vorräte der OECD-Länder
OPEC-Mitglieder dementieren Kürzungsgerüchte
US-Dollar fällt

Unsere Heizölpreise zogen gestern noch einmal an. Weitere Anstiegstendenzen sollten unter dem Druck des Dollars neutralisiert werden. Die Preischarts sehen momentan etwas unfreundlich aus, denn sie deuten den Beginn eines erneuten Aufwärtstrends an. Noch sind wir nicht überzeugt, dass er wirklich kommt. Nach wie vor gilt unsere Empfehlung, momentan lieber auf Terminflexibilität bei der Bestellung zu setzen und die daraus resultierende Einsparung in den Transportkosten einzustreichen als auf deutlich fallende Preise zu spekulieren.

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