Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Winter vorbei, Atomstreit beurlaubt

An den internationalen Märkten fallen die Preise weiter. Der kurzfristige Abwärtstrend kommt bereits in eine Übertreibungsphase. Die Stimmung an den Börsen ist dermaßen gelöst, dass eine Gegenreaktion auf die deutlichen Verluste der letzten zwei Wochen z.Z. kaum vorstellbar ist. Andererseits ist nicht zu erwarten, dass der langfristige Aufwärtstrend angegriffen wird. Über kurz oder lang wird ein Ereignis die Talfahrt stören. Das könnte z.B. im März geschehen, wenn der UN-Sicherheitsrat Maßnahmen gegen den Iran diskutiert. Ähnlich, aber mit umgekehrten Vorzeichen sieht die Lage beim Dollar aus. Auch er kommt in eine Phase, die eine Gegenreaktion wahrscheinlicher werden lässt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Ölkrieg in Nigeria
Kuwaits Reserven herabgestuft
Weltweites Nachfragewachstum wird beschleunigt
Raffineriekapazitäten knapp
Atomstreit mit dem Iran

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Drosselung der Öllieferungen wird dem Iran nicht zugetraut
Milder Winter in den USA
Rohölversorgung z.Z. gut
Ölvorräte gut
Bush will alternative Kraft- und Brennstoffe

Unsere Heizölpreise profitieren kaum vom Rückgang am Weltmarkt. Die Inlandsversorgung ist angespannt. Reduzierte Raffineriekapazitäten im Südwesten, die Wetterbedingungen in südlichen Landesteilen und die Nachwehen von Eisproblemen auf einigen nördlichen Wasserstraßen halten die Preise hoch. Wenn sich die Störungen im Inland auflösen, ist mit nachgebenden Heizölpreisen zu rechnen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass der Weltmarkt dann wieder Aufwärtstendenzen einbringt. Wer Heizöl braucht, sollte sich jetzt nicht auf eine Spekulation einlassen. Flexibilität bei der Lieferzeit bringt eine sicherere Reduzierung des Preises.

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