Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Wirtschaftkrise hält Ölpreis tief

Die Ölpreise fallen wieder. Sie befinden sich fest in der Hand des Konjunkturpessimismus. Amerikanisches Rohöl wird um 40 Dollar pro Barrel und Nordseerohöl um 44 Dollar pro Barrel gehandelt. Gasöl und Heizöl gaben ebenfalls nach. Die Kälte in vielen Heizölregionen verhindert aber einen ähnlich starken Rückgang wie beim Rohöl. Generell wird der Druck auf die Preise erhalten bleiben. Nach dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten könnten vereinzelte Aufwärtstendenzen eintreten, die durch konjunkturrettende Maßnahmen ausgelöst werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich dadurch insgesamt ein Seitwärtstrend entwickeln wird, halten wir für hoch. Der Dollar befindet sich bereits in einer solchen Bewegung. Am Freitag legte er zu, weil US-Arbeitsmarktdaten weniger negativ ausfielen als erwartet.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Gigantisches Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Nullzinsen in den USA
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
Kalter Winter in den USA erwartet
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Realisierung der OPEC-Kürzung unglaubwürdig
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise gaben zum Wochenende erneut nach. Sie befinden sich rechnerisch aber weiterhin über den Weltmarktpreisen. Dazu tragen in erster Linie die deutliche Differenz zu den Erdgaspreisen und der harte Winter bei. Die relativ günstigen Heizölpreise ziehen Großverbraucher vom Gas- in den Ölmarkt. Die tiefen Temperaturen lassen den Bedarf erheblich steigen. Zudem behindern sie in vielen Regionen die Transporte auf dem Wasser und auf der Straße. Der Handel arbeitet nunmehr im fünften Monat in Folge im Überlastbereich. Die menschlichen Fähigkeiten, ausgleichend auf Dissonanzen mit Kunden zu reagieren, sind weitgehend aufgebraucht. Darunter leidet die allgemeine Zufriedenheit. Die Lieferzeiten sind auslastungsbedingt lang. Ein Ende dieser Phase ist noch nicht absehbar. Trotz der Tatsache, dass der zweijährige Preisanstieg in fast allen Regionen annulliert ist, bleibt es ratsam, sich um die Senkung des eigenen Verbrauchs zu kümmern, um gegen zukünftige Preissteigerungen gewappnet zu sein.

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