Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Wo ist das Öl geblieben?

Gestern veröffentlichte das DOE die Daten über die US-Bestände (siehe Charts Lagerbestände). Danach kam es in der vergangenen Woche nicht nur zu einem Abbau der Heizöl- und Benzinvorräte sondern auch zu einem Abbau der Rohölvorräte. Diese Aussage steht im deutlichen Widerspruch zu der bisher gültigen Sicht, dass der Markt ein Überangebot an Öl hat.

Es könnte sein, dass der Effekt ausschließlich durch die Wahl des Betrachtungszeitraums auftritt und nur eine Unterbrechung des anhaltenden Trends zum Bestandaufbau darstellt. Möglicherweise stellen sich aber nun die Auswirkungen der Kürzungsbemühungen ein. Falls diese mit einer konjunkturellen Besserung zusammenträfen, führte das in der nächsten Zeit zu einer Beschleunigung der Bestandsreduktion. Ein Anstieg der Ölpreise wäre die unausweichliche Folge.

Einen kleinen Preisanstieg hat es gestern bereits gegeben. Der Markt reagierte allerdings noch relativ gelassen auf die neue Erkenntnis und schloss nur unwesentlich höher als er begann. Heute morgen nahm er noch ein Quäntchen der gestrigen Erhöhung zurück.

Unserer Heizölpreis machte die Bewegung vollständig mit. Der übliche Dämpfungseffekt blieb vermutlich deshalb aus, weil die eingeschränkte Rheinschifffahrt ebenfalls preistreibend wirkt. So addieren sich derzeit die Auftriebskräfte. Es besteht momentan kein Grund zu der Annahme, dass der Ölpreis plötzlich in die Höhe schnellt. Die Möglichkeit einer länger anhaltenden Aufwärtsbewegung rückt aber durchaus in den Bereich des Denkbaren.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen