Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Wo ist die Nachfrage?

Das US-Energieministerium gab gestern folgende Daten zum Ölkonsum in den USA für den Monat November 2009 bekannt:
- Rohöl: 2,6% geringer als im Vorjahr und 0,9 % geringer als im Vormonat
- Heizöl und Diesel: 8,3 % geringer als im Vorjahr
- Benzin: 1,3 % geringer als erwartet
Die Zahlen unterstreichen, dass die Nachfrage den Erwartungen weit hinterher läuft. Darüber hinaus lassen sie erahnen, dass es um die Konjunkturentwicklung ähnlich bestellt ist. Auf der Angebotsseite herrscht Überfluss. Der physische Ölhandel ist zutiefst bärisch. Die Finanzindustrie stemmt sich gegen einen Preisabsturz zum Schutz ihrer Investments. Bisher ist ihr das ganz ordentlich gelungen. Einen geordneten Abwärtstrend der Ölpreise konnte sie in den letzten Wochen aber nicht verhindern. Wenn sie mit Öl kein Geld verdienen kann, versucht sie es mit Währungen. Der Dollar ist in dieser Lage sehr gefragt. Er befindet sich im Aufwärtstrend. Seine nominelle Stärke ist kein Zeichen für die Wirtschaftskraft der USA.

preistreibende (bullische) Einflüsse: China steigert Ölnachfrage deutlich
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Atomstreit mit dem Iran
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
OPEC liefert zuviel Öl
Obama will Banken regulieren
Heizölschwemme
Schwache Nachfrage weltweit
China vor Zinsanhebung zur Dämpfung der Konjunktur
Saudi Arabien will keinen höheren Ölpreis

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Dass sie nicht wirklich abwärts tendieren, liegt am starken Dollar. Für die kommenden Wochen sehen wir noch Potenzial nach unten. Es wird allerdings weiterhin durch den Aufwärtstrend des Dollars verwässert. Im Klartext bedeutet das, dass man keine großen Erwartungen an einen Preisrückgang stellen sollte. Zudem besteht permanent die Gefahr, dass die Finanzindustrie unvermittelt neues Geld in den Markt schießt und damit die Preise nach oben dreht. Spekulation auf billigeres Heizöl ist ein unsicheres Spiel. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen