Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wohin geht der Ölpreis?

Öl wurde unerwartet billig, weil große Spekulanten ihr Interesse verloren. Der Dollar fiel aus Enttäuschung über die Arbeitsmarktdaten in den USA. Beides hatte erfreuliche Auswirkungen auf unseren Heizölpreis. War es das oder geht die Abwärtsbewegung weiter?

Charttechnisch sieht es so aus, als sei die Bewegung beim Öl zunächst ausgereizt. Inzwischen setzt sich die Meinung durch, dass Benzin trotz des Endes der Fahrsaison in den USA zu knapp bevorratet ist. Der Ausfall von einigen US-Raffinerien war der Auslöser dieser Erkenntnis. Rohöl und Heizöl werden von der Stimmung ebenfalls erfasst.

Der Dollar hingegen hat gerade richtig Fahrt in seiner Abwärtsbewegung bekommen. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht.

Fundamental gibt es einen harten Grund und diverse weiche Gründe für steigende Ölpreise. Ein Fakt und damit hart ist die knappe Versorgungslage der USA. Die politischen Verhältnisse im Irak, in Nigeria und in Venezuela sind unsicher. Sie haben aber bisher nicht zu neuen Fehlmengen am Markt geführt. Insofern sind sie als weiche Begründungen für eventuell steigende Preise anzusehen.

In Venezuela hat der einstige Hoffnungsträger Hugo Chavez traurige Verhältnisse geschaffen. Er hat dem Land eine Inflationsrate von über 33% beschert. Das Volk ist aufgebracht und will ihn loswerden. Um einer streikbedingten Schwächung der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA, dem einzigen nennenswerten Devisenbringer entgegen zu wirken, wird die Gesellschaft nun vom Militär geschützt.

Die OPEC sieht Angebot und Nachfrage als ausgewogen an. Bereits zwei Wochen vor ihrem nächsten offiziellen Treffen werden einflussreiche Stimmen aus der Organisation laut, die die aktuellen Liefermengen beibehalten wollen.

Russland liefert von Zeit zu Zeit Nachrichten, die auf die Preise drücken. So ließ Yukos, die zweitgrößte Ölgesellschaft wissen, dass ihre Förderung im ersten Halbjahr 2003 um über 20% gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.

Alles in allem ergibt sich momentan ein Bild, das den Charttechnikern den Vortritt lässt.

Heute Morgen geht der Gasölpreis mit 230,75$ pro Tonne fast unverändert zum Freitag in die neue Woche.

Unsere Heizölpreise haben dank des starken Dollarrückgangs ihren Aufwärtstrend gebrochen. Vermutlich wird sich nach dem sehr deutlichen Preisrückgang nun eine verhaltenere Bewegung einstellen. Wir halten das aktuelle Niveau für sehr attraktiv. Wir hatten nicht erwartet, dass der Preis im September so weit fällt. Daher raten wir zum Kauf.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen