Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wohl und Wehe des parlamentarischen Extremismus

Hübsche Wirtschaftsdaten in den USA und anderswo könnten Finanzjongleuren eine schöne Bescherung servieren und Verbrauchern das Fest vermiesen. Das geschieht nicht. Es scheitert am parlamentarischen Extremismus US-amerikanischer Prägung. Die Vorgänge sind so bedeutsam wie absurd. Am Beispiel des Philly Fed Herstellungsindex, einem sogenannten Frühindikator des verarbeitenden Gewerbes, wird der Wert von Wirtschaftsdaten alter Schule deutlich. Dieser Index zappelt auf und ab. Er zeigt den Erwartungen regelmäßig die lange Nase. Aktuell ist er viel besser als die Lage am Arbeitsmarkt. Das kann im nächsten Monat schon wieder ganz anders aussehen. Die Idee, Wirtschaft und Politik eine verlässliche Prognose zu liefern, ist längst gescheitert. Allenfalls ist dieser Index ein Wettspiel. Nicht viel besser steht es um das BIP (Bruttoinlandsprodukt), Urmaß aller Volkswirtschaften. Es stieg im dritten Quartal überraschend deutlich an. Den US-Arbeitslosen hat das nichts gebracht. Wenn die Volkswirtschaftslehre versagt, muss Führung auf andere Weise erfolgen. Aber auch das geschieht nicht. Die amerikanische Politik scheitert am Extremismus republikanischer Abgeordneter. Sie beißen sich an alter Lehre und der überkommenen Idee amerikanischer Lebensart fest. Sie schaffen es nicht einmal, in den eigenen Reihen eine gemeinsame politische Linie abzustimmen. Diese Unfähigkeit blockiert das notwendige Fortkommen in der US-Haushaltsdebatte. Momentan gibt es kaum noch eine Chance, die Fiskalklippe zu umschiffen. Die Konsequenzen sind sogar in der Finanzszene gefürchtet. Deshalb bleibt die erwartete Jahresendrallye an den Börsen dürftig.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Gute Konjunkturdaten
Geringe Heizölbestände in den USA
China wächst immer noch rasant
Geldvermehrung durch Notenbanken
Explosive Lage im Nahen Osten

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Keine Einigung zur US-Fiskalklippe in Sicht
OPEC produziert über Quote
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Globale Konjunkturaussichten schwach

Unsere Heizölpreise steigen. Im Gegensatz zu den Rohölnotierungen zeigen die Gasölnotierungen aufwärts. Sie reagieren nicht auf allgemeine Wirtschaftsdaten, sondern auf niedrige Bestandszahlen und kalte Temperaturvorhersagen. Zudem zeigt sich der Euro wieder etwas schwächer. Alles in allem nimmt die Bewegung der Heizölpreise den erwarteten Verlauf, wenngleich die Ursache nicht vollständig den Erwartungen entspricht. Da den USA ein Chaos droht, bleibt die Chance auf eine baldige Wende der gerade aufsteigenden Heizölpreise bestehen. Das kurzfristige Kaufverhalten sollte sich daran allerdings nicht orientieren. Wer Heizöl braucht, muss ordern. Die Chance bezieht sich auf einen späteren Moment im Winter, wenn der Ölvorrat zu einem beträchtlichen Teil verheizt ist. Dann könnte es gute Nachkaufmomente geben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das kann zum Beispiel die Installation einer neuen Öl-Brennwertheizung sein. Bis zum Jahresende können Sie dafür noch eine Prämie von 500 Liter Heizöl kassieren.

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