Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Wollen wir ihn reinlassen?

Das Thema ist todernst. Die Preise sind Realität. Dennoch bleibt dem Beobachter der Märkte eine Assoziation mit dem Karneval nicht erspart. Die aktuelle Preisbewegung erscheint übertrieben beschwingt. Sie wird vom Stelldichein unterschiedlicher Protagonisten immer heftiger entfacht.

Nachdem am Wochenende die Rangeleien der NATO u.a. mit Gerhard Schröder auf die Bühne kamen und für stark rückläufige Kurse sorgten, erhielt gestern Osama Bin Laden seinen Auftritt. Die Preise zogen kräftig an. In einem Tonband, dessen Urheberschaft nicht belegt ist, fordert Bin Laden die irakischen Brüder zum Widerstand gegen die USA auf. Für Colin Powell ist es der Beweis, dass Saddam Hussein mit dem Terrornetzwerk El Kaida zusammenarbeitet.

Und es wird weitergehen. Die Psychoseite des Marktes hat sich noch nicht ausgetobt. Die reale Situation von Angebot und Nachfrage, von Vorräten und Reserven tritt immer mehr in den Hintergrund. Das Bühnengeschehen wird von Krieg und Frieden bestimmt. Solange dieses Thema nicht geklärt ist, kennen die Übertreibungen kein Ende.

Heute Morgen zieht der Gasölpreis weiter an. Die Tonne kostet 317$. Das entspricht dem Spitzenwert von gestern Morgen. Zwischenzeitlich stand der Preis mal 3% tiefer.

Unsere Heizölpreise werden das närrische Treiben mitmachen. Mit Helau und Alaaf geht es schon wieder aufwärts. Den Vogel schießt derzeit die Region München ab. Dort ist bereits das letzte Hoch überschritten. Dem Verbraucher kann in dieser Zeit nur ein Schuss Humor weiterhelfen. Das Warten auf kurzfristig annehmbare Preise wäre der sichere Stimmungstöter.

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