Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Worst Case eingetreten

In der Nacht durchbrach der Preis für das Barrel US-Rohöl die Markte von 90 Dollar. Die Bewegung hat den Anschluss an den langfristigen Aufwärtstrend erreicht und setzt diesen nun eindrucksvoll fort. Die ein Jahr lang währende Phase relativ preisgünstigen Öls ist definitiv beendet. Der Anfang 2002 aufgenommene Aufwärtstrend hat bisher eine Steigerung von 350 Prozent gekostet. Hauptgrund für den Preisanstieg ist die Tatsache, dass die Nachfrage nicht mehr mit preiswert gefördertem Öl gedeckt werden kann. Die Menschheit braucht zu viel fossile Energie. Für Öl bedeutet das, dass der Rohstoff zunehmend aus sehr schwierig zu erreichenden Lagerstätten herausgepresst werden muss. Der Dollar hat einen neuen Tiefststand gegenüber dem Euro erreicht. Die Schwäche der Währung hat Anteil am Ölpreisanstieg.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Türkei droht mit Militäraktion gegen PKK im Irak
Bush droht dem Iran mit Krieg wegen des Atomprogramms
Skepsis zur Heizölversorgung bei extremen Temperaturen
Nachfrage steigt im vierten Quartal
Raffinerieprobleme in den USA
Chinas Nachfrage steigt weiter kräftig
OPEC erhöhte Quoten ungenügend
IEA prognostiziert Versorgungsengpässe ab 2012

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Gute US-Bestandsdaten
US-Konjunktur zeigt Schwäche
OPEC sieht Märkte ausreichend versorgt
Ölplattform in Nigeria geht wieder in Betrieb

Unsere Heizölpreise haben den Pfad des jüngsten Aufwärtstrends wieder aufgenommen. Die Stimmung am internationalen Markt lässt befürchten, dass dieser zu weiteren Preishöhen führen wird. Einbrüche werden wahrscheinlich nur sporadisch und in ihrer Ausprägung schwach erfolgen. Ein Preisrückgang im Winter braucht einen entspannenden Impuls vom Wetter.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen