Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Wundersames China

Für den rasanten Preisanstieg der letzten Wochen wird nicht zuletzt der prognostizierte Mehrbedarf Chinas verantwortlich gemacht. Im Widerspruch dazu stehen die Importzahlen der ersten zwei Monate 2005. Sie liegen um 13% unter den Werten des Vorjahres. Die Meldung kommt zum richtigen Zeitpunkt. Gerade hat der Preis für Texasöl den Sprung über die alte Höchstmarke verpasst. Spekulanten auf höhere Preise könnten nun Nerven zeigen und aus dem Markt verschwinden. Der Dollar setzt seinen Schwächekurs fort. Die Entscheidung Japans, die Devisenreserven auf verschiedene Währungen zu streuen, beflügelt die Kursverluste.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Winter hält Sorgen um Heizölversorgung hoch
Streikankündigung in Nigeria
OPEC-Diskussion um Liefermengen
Weltweites Nachfragewachstum höher als erwartet
Geopolische Lage, allgemeine Unsicherheit
Terrorgefahren im Irak und in Saudi Arabien
Lieferfähigkeit der Nicht-OPEC-Länder geringer als erwartet

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Chinas Importe 13% unter Vorjahr
Gegenreaktionen auf Preisanstieg fällig
OPEC-Mitglieder schließen Kürzungen im März aus
Befriedigende US-Vorräte (nicht Heizöl!)
Komfortable Vorräte der OECD-Länder
US-Dollar fällt

Unsere Heizölpreise haben eine zweite Chance zu fallen. Die Stimmung am Weltmarkt scheint zumindest kurzfristig zu kippen. Es sollte sich lohnen, die Preise nun wieder eng zu beobachten und aus der erwarteten Gegenbewegung Vorteile zu erzielen. Wenn es gut läuft, wird Heizöl in Kürze wieder für weniger als 45 Cent pro Liter bei 3000 Liter Liefermenge zu haben sein. Aber Vorsicht vor Überspekulation. Die Erwartung an einen möglichen Preisrückgang sollte nicht übertrieben werden.

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