Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Zank zum Fest

Den Ölpreis in seinem Abwärtslauf halten weder OPEC noch Russland auf. Diesen abgewandelten Lieblingsspruch eines nicht so beliebten Deutschen findet der OPEC-Präsident Chakib Khelil wahrscheinlich gar nicht komisch. Er nimmt die Brechstangenrhetorik von Ali Rodriguez auf und fabuliert über weitere Lieferkürzungen. Ahnend, dass derartige Äußerungen wenig bringen, legt er nach und kritisiert Russland des Nichtstuns und des Nutznießertums. Das Land profitierte von den bisherigen Bemühungen der OPEC, die dafür gesorgt hätten, dass der Ölpreis noch bei 40 Dollar und nicht bereits bei 20 Dollar pro Barrel stehe. Es sieht nicht so aus, als wollte die OPEC mit dem als Partner umworbenen Russland friedliche Weihnachten zelebrieren. Die Preise reagieren indes weiter nur auf nachfragerelevante Nachrichten. Gestern waren es möglicherweise miserable Daten aus dem US-Häusermarkt, die für Abwärtsdruck sorgten. Den Dollar ließ das unbewegt. Er hält seitwärts.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Drastische Zinssenkung in den USA
Kalter Winter in den USA erwartet
Konjunkturprogramm für die USA angekündigt
Konjunkturprogramm und Zinssenkung in China
IEA prognostiziert neue Hochpreisphase nach 2010

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Realisierung der OPEC-Kürzung unglaubwürdig
Sinkende Konjunktur und Rezessionsängste
Sogar Chinas Wirtschaft geht in die Knie
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 30 Dollar/Barrel
Charttechnik: Abwärtstrend des Ölpreises

Unsere Heizölpreise zeigen die Tendenz, die der Weltmarkt vorgibt. Sie geben nach. Rechnerisch halten sie sich aber höher. Davon profitieren in erster Linie Raffineure und Importeure. Um die Weihnachtszeit sollte man sich nicht mit dem Heizölkauf beschäftigen. Die Binnenmarktpreise sind jetzt aufgeblasen. Das wird sich im neuen Jahr ändern. Wir rechnen damit, dass Heizöl noch nicht den anstehenden Tiefpreis erreicht hat, wenngleich die aktuellen Preise in vielen Regionen Jahestiefstpreise sind. Mit dieser für viele Verbraucher guten Notiz wünschen wir ein frohes Weihnachtsfest. Wer die Preisentwicklung verfolgen möchte, ohne unsere Website zu konsultieren, kann unseren Preisalarm verwenden.

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