Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Zeit zur Trendwende

Die USA strotzen mit ihrem neu entdeckten Ölreichtum. Sie lassen die Welt wissen, dass sie bald keine Importe aus anderen Kontinenten mehr benötigen, um sich zu versorgen. Mehr als eine Zielformulierung liegt dem medialen Rummel allerdings noch nicht zugrunde. Aktuell schafft die Ölmacht es nicht, ihr Rohöl und das ihrer nördlichen Nachbarn zu den Verbrauchern zu pumpen. Große Mengen schlummern im Zentrallager in Cushing Oklahoma oder können die Reise von Kanada gar nicht erst antreten, weil es keine Verteillogistik dafür gibt. Versuche, die zu schaffen, schlugen bisher fehl. Und so ist das Land weiter auf Importe angewiesen, um die Versorgung sicherzustellen, denn für die Importe existieren alte Verteilnetze zu den Kunden. Derweil steigen die Ölpreise auf immer höhere Werte, ganz so als sei Öl ein Mangelprodukt. Das passt weder zu den Ölträumen der USA noch zur Nachfrage des Landes. Die sinkt unaufhaltsam. Die EIA (Informationsbehörde des US-Energieministeriums) nennt für November den niedrigsten monatsbezogenen Verbrauch seit 1997. Er liegt 2,5 Prozent unter Vorjahr. Das Weltölangebot ist gut, auch wenn es im Nahen Osten und in Nordafrika partielle Ausfälle gibt. Die Reservekapazitäten von Saudi Arabien könnten die allemal ersetzen. Die globalen Konjunkturdaten entwickeln sich weitgehend freundlich. Daraus einen rasanten Anstieg der Ölnachfrage abzuleiten, ist allerdings realitätsfern. Bullen machen das. Sie lassen sich in erster Linie vom reichlich vorhandenen Geld der Notenbanken verführen. Es wird Zeit, dass ihr aufgeblasenes Gezocke einen Wirklichkeitsdämpfer erhält.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl::
Viel frisches Geld im System
OPEC-Generalsekretär redet Öl teuer
China wächst immer noch rasant
Explosive Lage in Nordafrika und Nahost
Ölmengen global schlecht verteilt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: USA brauchen immer weniger Öl
Produzenten bauen Kapazitäten aus
Liefermengen aus der Nordsee sollen kurzfristig steigen

Unsere Heizölpreise halten sich angesichts der Ölrallye an den Börsen recht gut. Der Dollar annullierte bisher so gut wie jeden Anstieg. Seit Anfang Dezember befinden sich die Heizölpreise auf annähernd konstantem Niveau. Es ist zu dem des Vorjahres identisch. Für den Jahresverlauf erwarte ich etwas niedrigere Preise. Darauf zu spekulieren, ist aber nicht ratsam, denn weder sind die Informationen aus der Ölwelt zuverlässig, noch handelt die Börse logisch. Aktuell ist der Heizölpreis kaufbar. Wenn er günstiger sein sollte, gilt das umso mehr. Carpe diem. Nutzen Sie den Moment, wenn er sich anbietet. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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