Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Zinserhöhung kein Gewinn

Nun ist die lange erwartete Zinserhöhung in Europa verkündet. Für Ölheizer sollte das eine gute Nachricht sein, da ihr eine dämpfende Wirkung auf die Konjunktur und damit auf die Ölnachfrage zugeschrieben wird. Außerdem wird der Euro gestärkt, was mit einem Dollarrückgang gleichzusetzen ist. Man bekommt somit mehr dollarnotiertes Öl für einen Euro. Soweit die Theorie. In der Praxis trifft die Sache mit dem Währungsbonus zu. Für die Ölnotierungen sind die Unruhen in Libyen, Nigeria, Jemen und Gabun hingegen bedeutender. Die Ölpreise fallen nicht, sie steigen und das deutlich. Zudem ist jede Zinserhöhung ein Desaster für die hoch verschuldeten Staaten. Die Kosten der Verschuldung steigen. Das wird nicht ohne Folgen für die Bevölkerung bleiben.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Libyen fällt als Lieferant lange aus
Nigeria droht eine Ausweitung der Rebellenaktivitäten
Sorge vor Ausweitung der Unruhen auf Saudi Arabien
OPEC-Exporte rückläufig
US-Konjunktur läuft besser als erwartet
Chinas Ölkonsum wächst
China wird strategische Reserven in 2011 weiter aufstocken
EIA, IEA und OPEC heben Nachfrageprognose an
Dollar sinkt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Insgesamt hohe US-Bestände
Markt ausreichend mit Öl versorgt
Dreifache Katastrophe in Japan
Staatsschulden in den alten Industrienationen

Unsere Heizölpreise halten das Niveau. Angesichts des Preisanstiegs an den Ölbörsen ist das eine gute Nachricht. Sie ist dem deutlich nachgebenden Dollar zu verdanken. Der Ölmarkt hat weder entspannende Meldungen zu bieten, noch gibt es Aussichten, die diese in absehbarer Zukunft erwarten ließen. Im Finanzzirkus führt das zu guter Laune und offenen Geldcontainern, die sich über Rohstoffpapiere ergießen. Ihre Preise werden weiter steigen, obwohl die vor Kurzem avisierten Kursziele längst erreicht sind. Gier kennt eben keine Grenzen. Da ein Abschmieren der Ölpreise ein wenig aussichtsreiches Szenario ist, macht es Sinn, lieber früher als später Heizöl zu kaufen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Das beginnt mit dem Vermessen desselben. Hierzu empfehlen wir unseren elektronischen Peilstab.

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