Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Zu schnell gestiegen

Die New Yorker Broker müssen ihre Geschäfte in dieser Woche bis einschließlich Mittwoch abschließen. Wegen thanks giving wird dem Handel ein langes Wochenende verordnet. Vor diesem Hintergrund haben viele Händler ihre schnellen Gewinne der Vorwoche gesichert. Das führte gestern zu einer technischen Entspannung der Heizölpreise. Rohöl blieb nahezu unverändert.

preistreibende (bullische) Einflüsse: US-Heizölvorräte für die Jahreszeit zu gering
Raffineriekapazitäten unzureichend
Pipeline im Südirak gesprengt
Terrorgefahr für irakische und saudische Produktionsanlagen
Yukos wird zerschlagen
Politische Unsicherheit in Nigeria und Venezuela
Weltweites Nachfragewachstum weiter hoch
Charttechnik, langfristiger Aufwärtstrend intakt

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rohölversorgung gut
Rohöllieferungen sinken nachfragebedingt
IEA senkt kurzfristige Nachfrageprognose
Weitere Senkung der Nachfrageprognose erwartet
China bemüht sich um Konjunkturdämpfung
Weltwirtschaft verlangsamt Wachstum

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen dem Weltmarkt. Der zeigt eine technische Reaktion auf die sprunghafte Verteuerung der letzten Tage. Es wäre wünschenswert, wenn die in der zweiten Wochenhälfte verordnete Pause am US-Markt, die aufgeputschten Gemüter der Händler dämpfte. Trotz knapper Heizölvorräte steckt in dem jüngsten Preissprung eine maßlose Übertreibung. Die Gefahr, dass sich diese fortsetzt, ist allerdings sehr real.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen