Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Zu viel Öl im Markt

Der Trend steht. Die Preise steigen. Heute Morgen bewegen sie sich allerdings abwärts. Damit folgen sie dem US-Aktienmarkt. Mehr als eine erneute Konsolidierung wird die Bewegung kaum bieten. Eventuell hält sie über den Tag hinaus als Reaktion auf eine ausbleibende Quotenkürzung der OPEC. Die Kartellminister tagen heute in Wien. Die Stabilität des aus fundamentaler Sicht abwegigen Aufwärtstrends verwirrt einige Beobachter. Sie glauben einen Preiseinbruch vorhersagen zu können. Bei nachlassender Nachfrage wäre dieser in der Tat angebracht. Die Stabilisierung der Finanzströme mit irrsinnigen Summen aus Staatskassen lässt indes wieder spekulative Gelder in den Ölmarkt fließen. Sie treiben die Preise in die Höhe. Für die OPEC ist es beispielsweise nahe liegender, Geld in Ölpapiere auf höhere Preise zu pumpen und diese damit zu verursachen, als in neue Infrastruktur zu investieren. Das funktionierte vor der Krise. Es funktioniert nun wieder, bis zum nächsten Crash. Am System, aus Geld Geld zu machen, hat sich bisher nichts geändert. Der Dollar legt heute Morgen zu. Auch er bleibt seiner Linie, Gegenbild zu Aktien und Ölpreis zu sein, treu.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Konjunktur wird bisweilen freundlicher gesehen
Haussierende Aktienmärkte
US-Bestände gesunken
China importierte im April mehr Öl
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: EIA, OPEC und IEA senken Nachfrageprognose erneut
OPEC lieferte im April mehr Öl
Globale Rezession
Überproduktion von Rohöl
Weltweite Nachfrage sinkt
Öllager randvoll
Goldman & Sachs prognostiziert 45 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise legten gestern kräftig zu. Die Ölgesellschaften reichten den Aufwärtstrend des Weltmarkts mit höheren Binnenmarktpreisen durch. Dabei holten sie ein paar verlorene Tagesbilanzen schlagartig auf. Eine Abkehr vom Seitwärtstrend stellt der gestrige Preisanstieg noch nicht dar. Insgesamt wird der heimische Ölpreis weniger bewegt sein als der Weltmarktpreis, weil der Dollar fast immer als dämpfender Gegenwert auf- oder abgeschlagen wird. Nach Lage der Dinge sollte längerfristig mit steigenden Preisen gerechnet werden. Deshalb macht es Sinn, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen.

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