Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Zurück in der Realität

Die Hoffungstour ist beendet. Spekulanten erkennen, dass sie sich mit ihrer Einschätzung über die anstehende Besserung der Wirtschaft zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Die Realität lehrt sie anderes. Darauf reagiert die Börse mit fallenden Kursen. Wieder zieht der Ölpreis mit. In New York sieht er die 50-Dollar-Marke bereits von unten. Getrieben wird die Abwärtsbewegung beim Öl von der Erwartung eines weiteren Bestandsaufbaus in den USA. Der vermittelt das Gefühl einer Ölschwemme. Die OPEC bemüht sich durch ihre erstaunlich hohe Quotendisziplin dagegen zu halten. Das reicht nicht, um die weltweit sehr hohen Bestände sinken zu lassen. In diesem Umfeld haben Preissteigerungen kaum eine Chance, dauerhaft bestehen zu können. Nach unten sind die Preise durch das Bewusstsein über die Endlichkeit des Öls limitiert. Und so werden sie sich in den bereits absteckten Grenzen seitwärts bewegen. Für den Dollar gilt einstweilen Gleiches mit umgekehrtem Bewegungsvorzeichen. Aktuell wird er von schwachen Konjunkturdaten in der Eurozone unterstützt.

preistreibende (bullische) Einflüsse: OPEC Exporte gefallen
Beschluss des G20-Treffens in London
Gelddruckprogramm der USA
Lieferausfälle in Nigeria
Gefahr von Ölengpässen wegen mangelnder Investitionsbereitschaft

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Ölbestände wachsen
Enttäuschung über US-Stimulusprogramm
OPEC verzichtet auf weitere Kürzung
Globale Rezession
Weltweite Nachfrage sinkt
Goldman & Sachs prognostiziert 27 Dollar/Barrel

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie folgen um die Dollarkomponente gebremst dem Weltmarkt. Es sieht so aus, als sollten sie in den kommenden Tagen weiter sinken. In neue Dimensionen werden sie kaum vordringen. Wir rechnen kurz- und mittelfristig mit einer Seitwärtsbewegung der Preise in den in diesem Jahr bereits abgesteckten Grenzen. Die Nachfrage geht spürbar zurück. Nach einer langen Kaufperiode, die den Handel teilweise über seine Belastungsgrenze hinaus brachte, kehrt nun Ruhe im Binnenmarkt ein. Die Händlermargen kratzen teilweise schon wieder an den betriebswirtschaftlichen Grenzen. Wer über die Preisentwicklung automatisch informiert sein will, sollte unseren Preisalarm verwenden.

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