Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Zurück zum Trend

China senkt das erste Mal seit 2008 den Leitzins. Die Meldung gab den Ölpreisen gestern Aufwind. Der trug sie nicht weit, denn im Kern ist die Zinssenkung ein Alarmsignal. Selbst Chinas Wirtschaft braucht einen Stimulus aus dem Finanzsystem. Die alten Industrienationen kommen ohnehin nicht mehr ohne dauerhafte Stütze klar. Die „Märkte“ gieren nach ihr wie der Junkie nach der Nadel. Die „Märkte“ sind Finanzjunkies. Das scheint die politische Klasse endlich zu begreifen. Sie nimmt vorsichtig Abstand von der Szene. Die Chefs von EZB und FED, die politischen Banker, lassen die Junkies zappeln. Gestern gaben sie den „Märkten“ nichts als schöne Worte. Die Ölpreise reagierten als erstes auf die Enttäuschung. Sie purzelten zurück in den Abwärtstrend. Ungeachtet dessen behalten die Ölproduzenten die hohe Förderung bei. Diese steht seitens der OPEC am 14. Juni beim turnusgemäßen Meeting auf der Agenda. Am 20. folgt dann die nächste Runde der Atomgespräche mit dem Iran. Da kann Porzellan zerschlagen werden.

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China senkt Leitzins
Knappe Reservekapazitäten der Förderländer
Irans Ölangebot auf 20-Jahres-Tief

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schlechte Konjunkturprognosen
Schuldenkrise in den alten Industrieländern
US-Verbrauch auf 15-Jahres-Tief
US-Rohölvorräte auf 22-Jahres-Hoch
Hohe Ölbestände weltweit
OPEC pumpt sehr viel Öl in den Markt
OPEC will Reservekapazitäten steigern

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Das gestrige Auf und Ab der Ölnotierungen und des Dollars brachten wenig Greifbares für unseren Binnenmarkt. Immerhin stimmt die Richtung an den Ölbörsen wieder. Sie beflügelt die Erwartung für weiter sinkende Heizölpreise. Ihr Abwärtstrend wurde durch den Preisanstieg der letzten Tage nicht angegriffen. Spekulativ eingestellte Heizölkunden finden weiterhin Anlass mit dem Kaufzeitpunkt zu spielen und auf den Preis zu wetten. Wer die Zockerei prinzipiell ablehnt und einfach nur Heizöl zu einem angemessenen Preis kaufen will, darf sich über bisher aufgelaufene zehn Prozent Preisnachlass freuen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren elektronischen Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

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