Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Zwei Zahlen für die Stimmung

Das Bruttoinlandsprodukt und die persönlichen Ausgaben in den USA sind im dritten Quartal um über drei Prozent gestiegen. Die Zahlen ließen die Bullen tanzen. Der Tags zuvor aufgelaufene Preisrückgang beim Öl wurde überkompensiert. Kompensation ist ein Ausgleich eines Zustands durch Drittmittel. Dieser Begriff trifft die Situation perfekt, denn der originäre Zustand des Ölmarkts ist bärisch. Das Angebot ist hoch. Die Nachfrage lahmt. Ein steigender Ölpreis wird ausschließlich durch Drittmittel erreicht. Diese können Daten aus anderen Beobachtungsfeldern sein und/oder Geldmittel, die ohne Interesse für den physischen Ölmarkt in eben diesen Markt fließen. Das ist schon lange der Fall. Seitdem die Wirtschaft nicht aber das Geld klemmt, ist der Fluss ein Strom geworden. Der Geldstrom der Finanzindustrie in Papier gehandeltes Öl dominiert den Geldfluss der Produzenten und Verbraucher in physisch gehandeltes Öl. So entwickeln sich die Preise unabhängig vom eigentlichen Marktgeschehen. Diese Tatsache wird die Ölpreise weiter auftreiben. Ob der längerfristige Auftrieb bereits mit dem gestrigen Bullentanz zurückgekehrt ist, bleibt abzuwarten.

preistreibende (bullische) Einflüsse: BIP und persönliche Ausgaben in den USA im Plus
Spekulanten wollen höheren Ölpreis
Für positiv erklärte Konjunkturdaten weltweit
IEA und OPEC sehen Nachfragebelebung in 2010
Kalter Winter vorhergesagt
Atomstreit mit dem Iran
Dollar in Abwärtstrend

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Zweifel an der wirtschaftlichen Erholung
Schwache Nachfrage weltweit
Heizölschwemme
Öllager randvoll
Terminmarktaufsicht will Handelsbeschränkungen

Unsere Heizölpreise ziehen schon wieder an. Sie folgen der Preisbildung am Weltmarkt. Diese scheint die Gegenreaktion auf den letzten Preisanstieg bereits beendet zu haben. Das Ende kommt aus unserer Sicht etwas zu früh. Es ließ sich angesichts der Einladung durch die oben genannten Wirtschaftsdaten aber kaum vermeiden. Aus übergeordneter Sicht war der Preisanstieg ohnehin zu erwarten. Im Inland nähert sich die Phase auseinanderklaffender Preise wegen der pegelbedingten Transportprobleme auf den Wasserstraßen seinem Ende. Hiervon war hauptsächlich der Süden betroffen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es mehr denn je angebracht ist, sich mit der Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu beschäftigen. Dazu empfehlen wir www.esytrol.com.

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