Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Zwei machen den Preis

George Bush und Hugo Chavez sind seit einigen Wochen die Herren über den Ölpreis. Der eine arbeitet am Preis mit dem drohenden Krieg gegen den Irak, der andere mit der Verhinderung von Neuwahlen in seinem Land. Dass man die Situation in Venezuela auf diese einfache Formel herunterbrechen kann, wurde gestern von der Opposition und von der staatlichen Ölgesellschaft bestätigt. Der Präsident solle sich Neuwahlen stellen und der Streik werde umgehend beendet.

Doch Chavez ist machtbesessen. Er will nicht gehen. Sein Abgang wäre aber die wahrscheinliche Konsequenz aus Neuwahlen, denn das Volk will ihn nicht mehr. Und vermutlich will ihn die Welt auch nicht mehr. Wird mit seiner Person doch ein Teil des hohen Preisniveaus verbunden. Stimmte er Neuwahlen endlich zu, würde er dem Ölpreis deutliche Entlastung verschaffen. Da das Hochfahren der Produktion auf das ursprüngliche Niveau aber ein bis zwei Monate dauert, wäre auch nach einem Wahlentschluss nicht mit einem sofortigen Preiszusammenbruch zu rechnen.

Außerdem ist da noch George Bush und sein Irakkrieg. Bush beherrscht die Klaviatur des hohen Ölpreises gut. Er würde einer Entlastung aus Venezuela sicher etwas entgegenhalten. Die Hoffnungen, die seine Leute in ihn gesetzt haben, geht momentan auf. Sie haben viel Geld in ihn investiert und sie bekommen nun noch mehr Geld zurück. Bushs Steigbügelhalter sind vermutlich die Letzten, die ein ?normaler? Ölpreis interessiert. Heimliche Freude hegt sicher auch die OPEC, der man halbherziges Handeln bei der Erhöhung der Liefermengen vorwerfen kann.

Gestern kamen die hohen Preise etwas unerwartet unter Druck. Wir gehen aber nicht davon aus, dass sich ein Preiseinbruch anbahnt. Wir sehen das als normale Bewegung auf hohen Preisniveau an.

Heute Morgen steht der Gasölpreis etwas über dem gestrigen Schlusskurs. Die Tonne kostet 266,75$ zur Eröffnung.

Unser Heizölpreis ging gestern in die Knie. Der wesentliche Grund für den freundlichen Akt liegt im weiter schwachen Dollar. Die geringe Nachfrage wird ebenfalls ein Quäntchen dazu beitragen. Wir schätzen die Position des Heizölpreises derzeit als am unteren Rand des Hochpreisniveaus liegend ein.

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