Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Zwei starke Themen

In die Preisbewegung kommt wieder Leben. Öl verteuerte sich am Freitag auf Grund der jüngsten Wetterprognosen. Nach der Festnahme Saddam Husseins drehen die Preise steil abwärts.

Kräftige Schneefälle in weiten Gebieten der USA und die Prognose, dass das aktuelle Wetter Bestand hat, sorgen für kräftig anziehende Erdgas- und Heizölpreise. Bisher war von Winter noch nicht viel zu spüren. Daher hatten die Preise Schonfrist. Doch nun kommt eine winterlich bullische Stimmung auf, die für neue Rekordhöhen gut ist.

Genau im richtigen Moment kommt die Meldung über die Festnahme des irakischen Exdiktators herein. Der sich gerade beschleunigende Aufwärtstrend wird dadurch jäh gebremst. Mit der Ergreifung Saddams werden Phantasien wach, dass die Terrorflut im Irak nun endlich beendet werden kann. Damit sollte die Ölinfrastruktur weniger gefährdet sein. Die wichtigste Auswirkung auf die irakischen Ölpläne, die eine Ausfuhr von 2 Mio. Barrel pro Tag bis zum Ende des ersten Quartals 2004 vorsehen, wird für die Pipeline zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan erwartet. Dieser Transportweg ist seit Monaten unbenutzbar, weil er nicht gegen Terror und Sabotage zu schützen ist. Daher gelingt es derzeit trotz guter Förderergebnisse nicht, die Exportzahlen über 1,5 Mio. Barrel pro Tag zu steigern. Für Überseeausfuhren steht ausschließlich der Hafen Basra zur Verfügung.

Die geweckte Phantasie könnte die Stimmung der Monate April und Mai wiederbeleben. Damals war Rohöl etwa 6$ billiger als heute. Der freie Fall wird allerdings durch das Wetter und den zu billigen Dollar gebremst. An den Märkten gilt die Weisheit, dass politische Preise nur kurze Leben haben. So ist zu vermuten, dass, selbst wenn es zu einem kurzfristigen Preisverfall käme, das neue Niveau nicht sehr weit von den aktuellen Preisen entfernt sein wird.

Charttechnisch treffen die Neuigkeiten auf gute Vorraussetzungen, einen Abwärtstrend auszulösen. Durch den starken Preisanstieg am Freitag sollte die kurzfristige Aufwärtsbewegung ausgereizt sein. Es hat sich bereits ein kleines Potential überteuerter Preise aufgebaut. Sein Abbau sollte Rohöl um wenigstens 3$ herunterziehen.

Der US-Dollar zeigte nach der Nachricht über die Festnahme Saddams eine kurze heftige Gegenreaktion zum stabilen Abwärtstrend. Sie ist momentan allerdings schon wieder beendet.

Gasöl verbilligt sich heute Morgen. Die Tonne kostet 267$. Am Freitag kletterte der Preis über 270$.

Unsere Heizölpreise folgen dem Weltmarkt. Sie verteuerten sich zum Wochenende deutlich. Auf Grund der jüngsten Ereignisse besteht nun die Hoffnung, dass sie wieder fallen. Achtung: Unsere Lieferzeiten können sich in Einzelfällen auf Grund der bevorstehenden Festtage und der damit verbundenen fehlenden Werktage deutlich verlängern.

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