Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Zwiespältige Reaktion

Der Markt ist offen für Panik. Die Rohölversorgung bietet keine Grundlage dafür. Engpässe lassen sich nicht herbeireden. Anders sieht es mit der Produktenversorgung aus. Benzin ist im Süden der USA auf Grund der Raffinerieausfälle durch Katrina und Rita knapp. Heizöl ist zwar ausreichend vorhanden, aber der nahende Winter beeindruckt einige Börsianer. So gibt der Rohölpreis etwas nach, während Benzin und Heizöl teurer werden. Immerhin, im Markt schien man gestern über den Unsinn der letzten Preissteigerung nachzudenken. Der Dollar verbilligt sich im Aufwärtstrend.

preistreibende (bullische) Einflüsse: Versorgungsängste vor dem Winter
Produktionsausfall durch Abschaltungen von Ölanlagen
Iran droht mit dem Ölhahn
Raffineriekapazitäten knapp
Institute prognostizieren Teuerung

preisdrückende (bärische) Einflüsse: Rita war weniger zerstörerisch als erwartet
Freigabe der strategischen Reserven
OPEC zu Liefererhöhung bereit
Russland steigert Förderung
Voraussetzung für mehr Sparsamkeit günstig
Nachfrageprognosen nach unten revidiert

Unsere Heizölpreise zeigen sich kaum bewegt. Der gestrige Ausflug nach oben wird verdaut. Etwas Hoffnung auf eine spürbare Gegenreaktion zu den hohen Preisen lässt sich noch aus den Charts ziehen. Es bedarf dazu allerdings einer optimistischen Sichtweise. Insgesamt dominiert der langfristige Aufwärtstrend die Bilder. Sollte er jetzt wieder Fahrt aufnehmen, ist erst nach Winterbeginn mit der nächsten Abwärtswelle zu rechnen.

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